Klarna wächst rasant, besonders im wichtigen US-Markt. Doch der Preis für diese Expansion schmeckt den Anlegern momentan gar nicht: Statt Gewinnen gab es im vierten Quartal rote Zahlen und eine Prognose, die viele Marktteilnehmer enttäuschte. Die Aktie geriet daraufhin massiv unter Druck und sucht nun nach einem Boden.
Umsatzrekord trifft auf Verluste
Trotz neuer Bestmarken bei den Einnahmen rutschte das Fintech-Unternehmen überraschend in die Verlustzone. Während Klarna im Vorjahresquartal noch einen Gewinn von 40 Millionen Dollar verbuchen konnte, stand nun ein Fehlbetrag von 26 Millionen Dollar in den Büchern. Verantwortlich für die skeptische Reaktion an den Märkten waren neben dem reinen Verlust vor allem steigende Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle.
Auch der Ausblick auf das Jahr 2026 sorgte für Ernüchterung. Einige Analysten hatten sich aggressivere Ziele erhofft. Für das erste Quartal 2026 rechnet Klarna mit einem Umsatz zwischen 900 und 980 Millionen Dollar sowie einem bereinigten operativen Ergebnis von maximal 35 Millionen Dollar.
US-Geschäft als Lichtblick
Operativ zeigt sich hingegen ein anderes Bild. Das Bruttowarenvolumen (GMV) kletterte um 32 Prozent auf 38,7 Milliarden Dollar und übertraf damit die eigenen Erwartungen. Besonders in den USA konnte Klarna seine Position massiv ausbauen: Hier sprangen die Erlöse um 58 Prozent nach oben. Das Management verwies zudem auf eine verbesserte Kosteneffizienz. Während die Umsätze seit Ende 2022 deutlich gestiegen sind, blieben die Betriebskosten rückläufig.
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Neue Bankprodukte wie die „Klarna Card“ und Finanzierungsoptionen mit längeren Laufzeiten tragen wesentlich zum Wachstum bei. Dennoch bleibt die Diskrepanz zwischen der stark wachsenden Nutzerbasis und der aktuellen Profitabilität der zentrale Streitpunkt bei der Bewertung des Unternehmens.
Heftige Kursreaktion
An der Börse sorgte der Bericht für einen massiven Ausverkauf. Auf Wochensicht verlor das Papier über 27 Prozent an Wert und markierte gestern bei 10,86 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Die heutige Gegenbewegung von gut 8 Prozent ist zwar ein erstes Lebenszeichen, ändert aber wenig am übergeordneten Abwärtstrend seit Jahresbeginn.
Für die mittelfristige Entwicklung wird entscheidend sein, ob Klarna die Kreditausfallrisiken in den Griff bekommt und gleichzeitig das Wachstum bei den neuen Finanzierungsprodukten aufrechterhalten kann. Das Management hat sich für das Gesamtjahr 2026 ein Warenvolumen von über 155 Milliarden Dollar als Ziel gesetzt – eine Marke, an der sich die Strategie nun messen lassen muss.
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