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Symbolbild, KI-generiert

Klarna: 1,082 Milliarden Dollar im Q4 2025

Der Finanzdienstleister Klarna bietet nun in sieben europäischen Ländern den Kauf von Kryptowährungen an. Dies ist Teil der strategischen Transformation vom Ratenzahlungsanbieter zur Vollbank.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neue Partnerschaft mit Krypto-Plattform Paybis
  • Kauf per Banküberweisung in sieben Märkten
  • Starkes Wachstum im Bankkundengeschäft
  • Aktienkurs deutlich unter IPO-Niveau

Klarna ist nicht mehr nur ein Ratenzahlungsanbieter. Mit der Integration in die Krypto-Plattform Paybis können Nutzer in sieben europäischen Märkten ab sofort Digitalwährungen per Banküberweisung kaufen — und das unter dem Klarna-Markendach.

Brücke für zögerliche Krypto-Käufer

Die Partnerschaft richtet sich gezielt an eine Lücke im Markt. Laut Daten der Europäischen Zentralbank interessieren sich zwischen 15 und 20 Prozent der europäischen Verbraucher für digitale Assets — scheuen aber den Schritt wegen Sicherheitsbedenken. Klarna setzt hier auf sein bestehendes Bankinfrastruktur-Vertrauen.

Nutzer in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Belgien, Schweden, Finnland und Spanien können ab sofort Krypto kaufen. Transaktionen sind in Euro und Schwedischen Kronen möglich, mit Beträgen zwischen 10 und 5.000 Euro. Ein automatischer Namensabgleich mit Bankdaten beschleunigt die Identitätsprüfung direkt beim Kauf.

Wichtig: Der Dienst läuft über Klarnas „Pay in Full“-Modell — also direkte Überweisung. Das klassische „Jetzt kaufen, später zahlen“-Produkt bleibt für Krypto-Assets ausgeschlossen.

Vom BNPL-Anbieter zur Digitalbank

Der Krypto-Schritt passt in ein größeres Bild. Einen Tag zuvor kündigte Swedbank Pay an, Klarna in seine nordischen Checkout-Lösungen zu integrieren. Das Unternehmen baut sich systematisch vom Ratenzahlungsanbieter zur Vollbank um.

Die Zahlen stützen diese Entwicklung. Im vierten Quartal 2025 erzielte Klarna erstmals mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz in einem einzigen Quartal — ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Treiber war vor allem das Bankgeschäft: Die Zahl der Bankkunden verdoppelte sich auf 15,8 Millionen.

Kurs weit unter IPO-Niveau

An der Börse spiegelt sich dieser Aufbau noch nicht wider. Seit dem Börsengang an der New York Stock Exchange im September 2025 hat die Aktie stark nachgegeben. Aktuell notiert sie bei rund 14,80 Dollar — weit unter dem IPO-Preis und seit Jahresbeginn rund 39 Prozent im Minus. Immerhin: Gegenüber dem Märztief hat sich der Kurs bereits um mehr als 38 Prozent erholt.

Institutionelle Investoren nutzen die niedrigen Kurse offenbar zum Einstieg. Robeco erhöhte seine Position zuletzt um 150 Prozent auf 150.000 Aktien. Sumitomo Mitsui Trust Group baute seine Beteiligung im Schlussquartal 2025 um gut 53 Prozent auf über 812.000 Aktien aus.

Analysten sind gespalten. Die Bank of America hält an ihrer Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 21 Dollar fest. Goldman Sachs senkte das Ziel auf 20 Dollar — mit Verweis auf strukturelle Gegenwind im US-Kreditgeschäft. Ob der operative Umbau schnell genug kommt, um die Bewertungslücke zu schließen, entscheidet sich in den nächsten Quartalsberichten.

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