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Symbolbild, KI-generiert

KLA-Tencor: Aktie verliert 6 Prozent

Speicherkosten belasten die Bruttomarge, während KLA für 2026 rund 1,1 Milliarden US-Dollar Umsatz mit Prüfsystemen anvisiert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • KLA-Papier fällt im deutschen Handel
  • Speicherkomponenten drücken die Bruttomarge
  • Spezialwerkzeuge mit bis zu 24 Monaten Wartezeit
  • Quartalszahlen für den 28. Oktober angekündigt

Ein breit angelegter Ausverkauf im globalen Halbleitersektor hat die Aktie von KLA erfasst. Nach einer monatelangen Rally geraten Technologiewerte international unter Verkaufsdruck, ausgelöst durch neue Inflationssignale aus den USA und wachsende Skepsis bezüglich der Finanzierungstempi für künstliche Intelligenz. Im deutschen Handel verliert das Papier heute 6,0 Prozent auf 151,10 Euro.

Die jüngste Schwäche spiegelt Gewinnmitnahmen im gesamten Segment der Wafer-Fab-Ausrüster wider. Auch Konkurrenten wie Applied Materials und Lam Research mussten deutliche Einbußen hinnehmen. Marktbeobachter sehen in der Bewegung eine Neubewertung der kurzfristigen Investitionszyklen, nachdem die Kurse der Ausrüster über viele Monate hinweg stark gestiegen waren.

Lieferengpässe und Gegenwind bei Speicherkosten

Neben makroökonomischen Belastungsfaktoren rückten zuletzt auch operative Herausforderungen in den Fokus der Branchenexperten. Die Analysten von Citi sehen die Gefahr, dass Engpässe den Hochlauf neuer Anlagen vorübergehend verzögern könnten, beurteilen die langfristigen Aussichten für Ausrüstungsausgaben jedoch positiv.

Für KLA bedeuten die Marktbedingungen eine zweigeteilte Lage. Zwar stützen technologische Trends wie Hybrid Bonding und die Nachfrage nach fortschrittlichen Verpackungsverfahren das Geschäft. Gleichzeitig warnte das Management jedoch vor steigenden Kosten für Speicherkomponenten. Diese Mehrkosten drücken die Bruttomarge um etwas mehr als 100 Basispunkte, und der Gegenwind dürfte nach Unternehmensangaben bis in das Jahr 2027 anhalten.

Lange Vorlaufzeiten und hohe Auslastung

Trotz des Margendrucks bleiben die Auftragsbücher des Konzerns gut gefüllt. Die regulären Lieferzeiten für die Prozesskontrollsysteme liegen unternehmensweit bei rund zwölf Monaten. Bei bestimmten Spezialwerkzeugen müssen sich Kunden sogar auf Wartezeiten von 18 bis 24 Monaten einstellen, da der Kapazitätsaufbau für Zulieferteile Zeit erfordert.

Das solide Polster verschafft dem Unternehmen Planungssicherheit, dämpft jedoch kurzfristige Beschleunigungsmöglichkeiten. Für Zuversicht sorgt vor allem das Geschäft mit Prüfsystemen für neuartige Gehäusetechnologien. In diesem Bereich peilt das Unternehmen für das Kalenderjahr 2026 einen Umsatz von rund 1,1 Milliarden US-Dollar an, was einem deutlichen Sprung gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Quartalszahlen am 28. Oktober erwartet

Klarheit über den tatsächlichen Geschäftsverlauf sollen die anstehenden Finanzberichte bringen. KLA hat die Veröffentlichung der Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 für den 28. Oktober angekündigt. Für das vorangegangene Septemberquartal stellte das Unternehmen einen Umsatz von 4,0 Milliarden US-Dollar in Aussicht, mit einer Spanne von plus oder minus 200 Millionen US-Dollar.

Ob die Aktie nach den jüngsten Kursabschlägen einen Boden findet, dürfte maßgeblich vom Ausblick abhängen, den das Management Ende des Monats für die Ausrüstungsausgaben der führenden Chiphersteller präsentiert.

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