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Symbolbild, KI-generiert

KLA-Tencor Aktie: 12-Prozent-Einbruch auf 149,50 Euro

Trotz Rekordumsatz und angehobener Prognose bricht die KLA-Tencor Aktie ein. Der Chipausrüster leidet unter einer klassischen Sell-the-News-Reaktion.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rekordumsatz von 3,66 Milliarden Dollar
  • Prognose für das nächste Quartal angehoben
  • Kursverlust von 12 Prozent vorbörslich
  • Sell-the-News nach starker Rallye

Rekordumsatz, angehobene Prognose und trotzdem ein zweistelliger Kursverlust. Bei KLA-Tencor klaffen operative Exzellenz und Marktreaktion weit auseinander. Anleger ziehen massiv Kapital ab, obwohl der Chipausrüster die Erwartungen in fast allen Bereichen übertroffen hat.

Starke Zahlen durch KI-Boom

Im vierten Geschäftsquartal erwirtschaftete KLA einen Rekordumsatz von 3,66 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gewinn je Aktie belief sich nach dem Aktiensplit im Juni auf 1,04 US-Dollar.

Wachstumstreiber waren vor allem Investitionen in die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Auch die Nachfrage führender Foundry-Kunden blieb stabil. Das Management blickt deshalb optimistisch auf die kommenden Monate.

Prognose deutlich angehoben

Für das nächste Quartal peilt der Konzern rund 4 Milliarden US-Dollar Umsatz an. Parallel dazu hob KLA die Erwartung für den gesamten Markt für Halbleiter-Fertigungsausrüstung auf 150 Milliarden US-Dollar an.

Ein zentraler Treiber ist das sogenannte Advanced Packaging. In diesem Segment erwartet KLA für das Kalenderjahr 2026 einen Umsatzsprung um 70 Prozent auf 1,1 Milliarden US-Dollar. Bisher lag das Ziel bei einem Plus von 58 Prozent.

Sell-the-News nach der Rallye

Trotz dieser Erfolgsmeldungen sackte der Kurs vorbörslich um 12 Prozent auf 149,50 Euro ab. Damit nähert sich der Relative-Stärke-Index mit einem Wert von 32,8 der überverkauften Zone.

Die Korrektur gleicht einer klassischen „Sell-the-News“-Reaktion. Nach einer massiven Rallye seit Jahresbeginn reichten selbst Rekordzahlen nicht aus, um die hohen Erwartungen zu erfüllen. Sorgen über den Wettbewerb in China und die Nachhaltigkeit der hohen Tech-Ausgaben belasten zusätzlich die Stimmung.

Der Konzern sieht sich dennoch gut aufgestellt. Laut Unternehmensführung macht die Komplexität moderner KI-Chips eine präzise Prozesskontrolle unverzichtbar. Dieser Trend dürfte das Geschäft bis weit in das Jahr 2027 stützen.

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