KKR sieht sich heute mit einem geteilten Echo am Markt konfrontiert. Während namhafte Analysten ihre Kursziele nach den jüngsten Quartalszahlen nach unten korrigieren, treibt der Finanzinvestor seine globale Infrastruktur-Offensive mit Milliarden-Investitionen voran. Im Fokus stehen dabei der massive Ausbau von Rechenzentren in Asien und die Energiewende in Australien.
- Rekord-Fundraising: KKR sammelte im Jahr 2025 insgesamt 129 Milliarden USD an neuem Kapital ein.
- Kapitalreserven: Das Unternehmen verfügt über 118 Milliarden USD an sofort verfügbaren Mitteln („Dry Powder“).
- Großübernahme: Die Beteiligung an STT GDC bewertet den Rechenzentren-Betreiber mit rund 10,9 Milliarden USD.
- Quartalsdividende: Die Ausschüttung beträgt 0,185 USD je Aktie.
Analysten senken Kursziele
Nach der Vorlage der Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 passten mehrere Institute in den letzten zwei Tagen ihre Erwartungen an. Zwar bleiben die Kaufempfehlungen weitgehend bestehen, doch die Kursziele wurden spürbar kalibriert. Die Deutsche Bank senkte ihr Ziel gestern auf 130 USD, während Jefferies nun 132 USD und HSBC 136 USD anvisieren. Rothschild & Co Redburn reduzierte seine Prognose deutlich von 167 auf 151 USD.
Hintergrund dieser Korrekturen ist der bereinigte Nettogewinn, der mit 1,12 USD je Aktie leicht hinter der Analystenschätzung von 1,17 USD zurückblieb. Doch kann die groß angelegte Infrastruktur-Offensive diese punktuellen Gewinnenttäuschungen langfristig kompensieren? Ein starkes Wachstum bei den gebührenbasierten Erträgen deutet zumindest auf eine intakte operative Basis hin.
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Milliarden-Deals in Asien und Australien
Abseits der kurzfristigen Marktreaktion forciert KKR den Kapitaleinsatz in strategischen Wachstumsmärkten. Ein Konsortium unter Führung von KKR übernimmt gemeinsam mit Singtel die verbleibenden Anteile an ST Telemedia Global Data Centres (STT GDC). Nach Abschluss der Transaktion wird KKR 75 % der Anteile halten. Damit sichert sich der Investor eine dominante Position im Bereich der digitalen Infrastruktur, die massiv vom steigenden Bedarf an KI-Kapazitäten profitiert.
Parallel dazu baut KKR sein Portfolio im Bereich der erneuerbaren Energien aus. Gestern bestätigte das Unternehmen eine Investition von rund 428 Millionen USD in eine australische Plattform für die Energiewende. In Kooperation mit HMC Capital liegt der Fokus hierbei auf Batteriespeichern und Windkraftprojekten. Diese Schritte unterstreichen die Strategie, das Rekord-Fundraising von 129 Milliarden USD gezielt in klimarelevante Infrastruktur zu lenken.
Für die kommenden Monate wird entscheidend sein, wie effizient KKR die Integration von Arctos Partners in das neue Segment „KKR Solutions“ vorantreibt. Das Management betonte auf einer Branchenkonferenz am Dienstag, dass diese 1,4 Milliarden USD schwere Übernahme das Ökosystem der Vermögensverwaltung maßgeblich stärken soll. Angesichts der verfügbaren Mittel von 118 Milliarden USD ist zudem mit weiteren Zukäufen im Infrastruktursektor zu rechnen.
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