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KKR Aktie: 7,7 Milliarden AUD für Steadfast-Übernahme

KKR erwirbt Mehrheit an Thomson Reuters Print-Geschäft und beteiligt sich an milliardenschwerer Steadfast-Übernahme in Australien.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Mehrheitsbeteiligung an Druckereisparte
  • Beteiligung an Milliarden-Übernahme in Australien
  • Analysten senken Kursziele für KKR-Aktie
  • Q2-Zahlen am 30. Juli erwartet

Der Private-Equity-Riese KKR treibt seine Investitionsoffensive mit zwei bedeutenden Transaktionen in unterschiedlichen Sektoren voran. Während das Unternehmen in den USA eine Mehrheitsbeteiligung an einer traditionsreichen Mediensparte übernimmt, engagiert es sich gleichzeitig in einem milliardenschweren Übernahmekonsortium auf dem australischen Versicherungsmarkt.

Joint Venture mit Thomson Reuters besiegelt

KKR übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung von 51 % am Global Print-Geschäft von Thomson Reuters. Das Volumen dieser Transaktion beläuft sich auf rund 500 Millionen USD. Im Rahmen der Vereinbarung wird ein Joint Venture gegründet, bei dem Thomson Reuters die verbleibenden 49 % der Anteile sowie die IP-Rechte und die redaktionelle Kontrolle behält. Das betroffene Geschäft erzielte im Jahr 2025 einen Umsatz von 490 Millionen USD, was einem Rückgang von 6 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Das neue Gemeinschaftsunternehmen erhält eine exklusive Lizenz für die Marken Print und ProView. Brian Dillard, Partner bei KKR, bezeichnete die Sparte als „Goldstandard für gedruckte Referenzmaterialien“. Während Thomson Reuters seinen strategischen Fokus verstärkt auf KI-Lösungen legt und hierfür jährlich mehr als 200 Millionen USD investiert, zielt KKR auf die stabilen Cashflows des Druckereigeschäfts ab. Der Abschluss der Transaktion wird für das vierte Quartal 2026 erwartet.

Milliarden-Übernahme auf dem australischen Markt

Parallel dazu hat sich KKR einem US-Konsortium angeschlossen, um den australischen Versicherungsmakler Steadfast Group zu übernehmen. Gemeinsam mit Amwins und Dragoneer wurde ein unverbindliches Angebot in Höhe von 7,7 Milliarden AUD (zirka 5,3 Milliarden USD) unterbreitet, was einem Preis von 6 AUD pro Aktie entspricht. KKR fungiert in diesem Verbund als Co-Lead-Partner.

Die Struktur des geplanten Deals sieht vor, dass Dragoneer das Privatkundengeschäft kontrolliert, während Amwins das Underwriting-Geschäft übernimmt. Die Exklusivitätsfrist für die Verhandlungen wurde bereits um vier Wochen verlängert. Steadfast ist ein Schwergewicht in der Region und wickelt in Australien, Neuseeland, Singapur und den USA jährlich Bruttoprämien in Höhe von etwa 25 Milliarden AUD ab.

Analysten passen Kursziele vor Q2-Zahlen an

Trotz der regen Akquisitionstätigkeit zeigten sich Analysten zuletzt etwas vorsichtiger bei der Bewertung der KKR-Papiere. BMO Capital Markets senkte das Kursziel von 120 USD auf 112 USD, behielt jedoch die Einstufung „Outperform“ bei. Auch RBC Capital passte das Ziel nach unten an und sieht den fairen Wert nun bei 125 USD statt zuvor 128 USD, ebenfalls mit einem „Outperform“-Rating. Analyst Brennan Hawken von BMO Capital verwies auf den starken Jahresauftakt, bei dem der Umsatz im ersten Quartal 2026 auf 4 Milliarden USD stieg (Vorjahr: 3,05 Milliarden USD) und ein Nettogewinn von 405,23 Millionen USD erzielt wurde.

An der Börse notierte die KKR-Aktie zuletzt bei 85,72 €. Seit Jahresbeginn weist das Papier ein Minus von 22,09 % auf. Damit notiert der Wert aktuell 19,06 % über seinem 52-Wochen-Tief von 72,00 €, das am 2. März 2026 markiert wurde. Vom 52-Wochen-Hoch bei 131,78 € ist die Aktie derzeit 34,95 % entfernt. Mit einem Kurs von 85,72 € liegt der Titel 3,72 % über dem 50-Tage-Durchschnitt von 82,64 €, aber 8,12 % unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 93,30 €.

Für die kommenden Wochen richten sich die Blicke der Anleger auf den 30. Juli 2026. An diesem Tag wird KKR die Ergebnisse für das zweite Quartal vor Börseneröffnung präsentieren. Neben den operativen Zahlen steht das bereits genehmigte Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 500 Millionen USD im Fokus. Zudem wurde die Quartalsdividende zuletzt um 8,3 % auf 0,195 USD pro Aktie angehoben. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt derzeit bei umgerechneten 78,91 Milliarden €.

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