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Kioxia Aktie: 15-Prozent-Sprung auf 61.840 Yen

Optimistische NAND-Prognose von SanDisk beflügelt Kioxia und die gesamte Branche. Der Kurs steigt deutlich, bleibt aber unter dem Jahreshoch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursplus von 15 Prozent in Tokio
  • SanDisk erwartet NAND-Boom bis 2030
  • Branchenweite Rally bei Speicherchips
  • Kioxia seit Jahresbeginn um 490 Prozent gestiegen

Kioxia hat am Montag an der Tokioter Börse kräftig zugelegt: Die Aktie kletterte um 15 Prozent auf 61.840 Yen. Auslöser war eine branchenweite Rally bei Speicherchip-Herstellern, die von einer optimistischen Nachfrageprognose für NAND-Flash-Speicher angetrieben wird.

SanDisk-Prognose befeuert die gesamte Branche

Den Ausschlag gab eine Ankündigung von SanDisk auf dessen Investorentag: Der Konzern rechnet bis 2030 mit einer NAND-Nachfrage von 1,2 Zettabyte und stellte eine vollständige Rückgabe des freien Cashflows an Aktionäre in Aussicht.

Die Nachricht strahlte auf die gesamte asiatische Speicherchip-Branche aus. Der chinesische Hersteller CXMT legte am selben Tag um 12 Prozent zu, der taiwanesische Anbieter Nanya gewann 2 Prozent. Auch die US-Konkurrenz zog mit: SanDisk selbst sprang um knapp 9 Prozent, Micron um gut 4 Prozent.

Für Kioxia ist die Entwicklung besonders relevant, weil der Konzern über seine Tochter Flash Ventures eng mit SanDisk verflochten ist. Laut dem jüngsten Jahresbericht von SanDisk zahlt das Unternehmen Kioxia zwischen 2026 und 2029 insgesamt 1,2 Milliarden Dollar für Fertigungsdienstleistungen.

An Flash Ventures hält SanDisk einen Anteil von 49,9 Prozent, nutzt davon aber 80 Prozent der Kapazität – die Vereinbarung läuft bis Ende 2034. Die Partnerschaft zwischen SanDisk und Kioxia wurde zudem bis 2034 verlängert, wie aus Berichten über Aktienrückkäufe der Speicherchip-Branche hervorgeht.

Auch Anleger aus dem Ausland setzen auf Kioxia

Die Rally fügt sich in einen breiteren Trend ein: Ausländische aktive Fonds haben in der ersten Jahreshälfte 2026 Rekordsummen in japanische Aktien investiert. Neben JX Advanced Metals, Sanrio und Fujikura zählt Kioxia laut Nikkei Asia zu den bevorzugten Titeln internationaler Stock-Picker. Als Treiber gelten der Boom bei KI-Rechenzentren und die damit verbundene Nachfrage nach Speicherlösungen.

Über die vergangenen sieben Handelstage summiert sich der Anstieg der Kioxia-Aktie auf gut 31 Prozent. Seit Jahresbeginn steht damit ein Plus von 490 Prozent zu Buche – ein Wert, der auch die Erholung von den Kurstiefs im Herbst 2025 widerspiegelt, als das Papier bei 50,00 Euro notierte.

Marktumfeld bleibt fragil

Der Rückenwind aus der Speicherchip-Branche trifft allerdings auf ein angespanntes Gesamtmarktumfeld. Am Dienstag fiel der Nikkei zeitweise um mehr als 800 Punkte unter die Marke von 69.000, belastet von steigenden Ölpreisen und stockenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Auch der südkoreanische Kospi-Index gab nach, nachdem er zuvor auf Rekordkurs Richtung 7.000 Punkte zugesteuert war.

Vom 52-Wochen-Hoch bei 621,00 Euro, erreicht im Juni, ist die Kioxia-Aktie derzeit noch 46 Prozent entfernt. Die hohe Schwankungsbreite des Papiers – die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 177 Prozent – zeigt, wie stark der Titel auf Branchennachrichten reagiert.

Für Anleger bleibt Kioxia damit ein Hebelspiel auf den globalen NAND-Zyklus, dessen kurzfristige Ausschläge auch von geopolitischen Risikofaktoren wie dem Ölpreis mitbestimmt werden.

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Diskussion zu Kioxia

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.