Starke langfristige Gewinne treffen auf einen kurzfristigen Ausverkauf. Während Kinross Gold auf Sicht von zwölf Monaten über 71 Prozent zulegte, geriet der Kurs zuletzt ins Stolpern. In den vergangenen 30 Tagen gab die Aktie um rund 15 Prozent nach.
Analysten sehen massives Potenzial
Die Wall Street bleibt trotz der Schwächephase optimistisch. Von 15 Experten raten elf zum Kauf, während nur drei die Aktie halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 38,80 US-Dollar.
Die Erwartungen der Experten klaffen weit von der aktuellen Kursrealität auseinander. Während der Markt kurzfristig Gewinne mitnimmt, fokussieren sich die Banken auf die fundamentale Bewertung. Einige Analysten trauen dem Papier sogar einen Sprung auf 54 US-Dollar zu. Das entspricht einem theoretischen Plus von fast 50 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.
Fokus auf interne Projekte
Konzernchef J. Paul Rollinson setzt auf organische Entwicklung statt teurer Zukäufe. Er erteilte Übernahmeplänen eine Absage. Die Bilanz stützt diesen Kurs: Kinross verfügt über eine Liquidität von 3,9 Milliarden US-Dollar.
Davon liegen allein 2,2 Milliarden US-Dollar als Barreserven bereit. Dieses Polster sichert die Finanzierung interner Projekte. Parallel dazu treibt das Unternehmen seine Nachhaltigkeitsziele voran.
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Im vergangenen Jahr förderte das Unternehmen rund 2,07 Millionen Unzen Goldäquivalent. Die Minen verteilen sich auf Regionen wie die USA, Kanada und Brasilien. Hinzu kommt die Produktion von Silber als Nebenprodukt.
Technische Signale am Boden
Am Freitag verabschiedete sich die Aktie bei 22,70 Euro aus dem Handel. Damit notiert der Wert deutlich unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 26,20 Euro. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 35,3 eine fast überverkaufte Marktlage.
Die Aktie muss nun den 200-Tage-Durchschnitt bei 24,79 Euro zurückerobern. Gelingt dieser Sprung zeitnah, könnte sich der langfristige Aufwärtstrend stabilisieren. Andernfalls droht ein Test des Jahrestiefs bei 12,71 Euro.
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