Kinder Morgan hat das vierte Quartal 2025 mit einem Paukenschlag abgeschlossen. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 0,39 US-Dollar – deutlich über den erwarteten 0,36 US-Dollar. Noch beeindruckender: Der Umsatz erreichte 4,51 Milliarden US-Dollar und übertraf die Prognosen um satte 4,4 Prozent. Die Aktie reagierte prompt und legte im nachbörslichen Handel um 2,24 Prozent zu.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Das bereinigte EBITDA schoss im Jahresvergleich um zehn Prozent nach oben, der bereinigte Gewinn je Aktie sogar um 22 Prozent. Für das Gesamtjahr 2025 verzeichnete das Unternehmen ein EBITDA-Plus von sechs Prozent und einen EPS-Anstieg von 13 Prozent – beides historische Bestwerte.
Erdgas als Wachstumsmotor
Was treibt diese Entwicklung? Erdgas. Die durch die Pipeline-Infrastruktur transportierten Gasmengen explodierten regelrecht: 48.353 Milliarden BTU pro Tag im vierten Quartal, verglichen mit 44.507 Milliarden BTU im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Zuwachs von neun Prozent.
Besonders die Haynesville-Systeme setzten neue Maßstäbe. Am 24. Dezember stellte das Unternehmen mit 1,97 Milliarden Kubikfuß pro Tag einen neuen Tagesrekord auf. Die Volumina im Gassammelgeschäft sprangen um 19 Prozent nach oben – getrieben von der beispiellosen Nachfrage nach verflüssigtem Erdgas (LNG).
Projektpipeline auf Rekordniveau
Der Projektbestand schwoll auf zehn Milliarden US-Dollar an – ein Anstieg von 650 Millionen gegenüber dem Vorquartal. Hinzu kommen weitere zehn Milliarden Dollar an potenziellen Projekten, die derzeit in der Entwicklung stecken. Executive Chairman Rich Kinder sieht „sehr starkes Wachstum für den Rest dieses Jahrzehnts und darüber hinaus“.
Die drei größten Vorhaben – MSX, South System 4 und Trident – liegen im Zeit- und Kostenplan. Bei MSX und South System 4 erwartet die Regulierungsbehörde FERC die finale Genehmigung bis zum 31. Juli, schneller als ursprünglich kalkuliert. Der Bau von Trident startete in der vergangenen Woche.
Dividende steigt – Schulden sinken
Die Finanzlage präsentiert sich robust. Das Verhältnis von Nettoschulden zu EBITDA verbesserte sich auf 3,8 – ein Rückgang von 4,1 zu Jahresbeginn. S&P reagierte prompt und stufte Kinder Morgan auf BBB+ hoch. Die Dividende klettert um zwei Prozent auf 0,2925 US-Dollar je Aktie im Quartal.
Trotz Investitionen von drei Milliarden Dollar und der Übernahme von Outrigger für 650 Millionen sanken die Nettoschulden um neun Millionen US-Dollar. Das Unternehmen plant, jährlich drei Milliarden in Wachstumsprojekte zu stecken – vollständig aus dem operativen Cashflow finanziert.
LNG-Boom hält an
Die USA haben 2025 als erstes Land weltweit mehr als 100 Millionen Tonnen LNG in einem Jahr exportiert. Kinder Morgan transportiert bereits 40 Prozent der US-Erdgasproduktion durch seine Pipelines. Für 2026 prognostiziert das Unternehmen eine LNG-Nachfrage von durchschnittlich 19,8 Milliarden Kubikfuß pro Tag – ein Plus von 19 Prozent gegenüber 2025. Bis 2030 soll dieser Wert auf über 34 Milliarden steigen.
CEO Kim Dang resümierte: „Wir hatten ein fantastisches viertes Quartal mit Rekordergebnissen.“ Die Rechnung scheint aufzugehen: Langfristige Take-or-Pay-Verträge mit erstklassigen Abnehmern garantieren stabile Einnahmen. Die Energiewende befeuert den Gasbedarf – und Kinder Morgan sitzt genau dort, wo die Pipelines verlaufen.
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