Kann die erste Kollektion von Star-Designer Demna das Ruder für Kering herumreißen? Nach einem finanziell schmerzhaften Jahr 2025 setzt der Luxusgüterkonzern alles auf die Karte Gucci, um den operativen Turnaround einzuleiten. Anleger reagieren am Montagmorgen dennoch zurückhaltend auf die ersten Impulse der Mailänder Modewoche.
Hoffnungsträger Demna liefert ab
Die am vergangenen Freitag präsentierte Kollektion „Gucci Primavera“ markiert den kreativen Wendepunkt für das Flaggschiff des Konzerns. Demna, der im Juli letzten Jahres von Balenciaga wechselte, setzt auf eine Mischung aus Archiv-Referenzen und moderner Ästhetik. Dieser Schritt gilt als entscheidend, um die Preissetzungsmacht der Marke zu stabilisieren, die zuletzt fast die Hälfte des Konzernumsatzes ausmachte.
Die Notwendigkeit für diesen Erfolg ist groß: Im Geschäftsjahr 2025 brach der Umsatz bei Gucci um 22 Prozent ein. An der Börse spiegelt sich die Skepsis heute in einem Kursminus von 3,20 Prozent wider, womit die Aktie bei 275,00 Euro notiert. Damit setzt sich die schwache Tendenz seit Jahresbeginn fort, die das Papier bereits mit knapp zehn Prozent ins Minus drückte.
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De Meo forciert den Umbau
Parallel zur kreativen Neuausrichtung treibt CEO Luca de Meo die strukturelle Straffung voran. Seit seinem Amtsantritt im September 2025 trennte der Konzern die Rollen von Chairman und CEO, um die operative Exzellenz zu erhöhen. De Meo betonte am Rande der Modenschau, dass Geschwindigkeit bei der Umsetzung der neuen Strategie nun oberste Priorität habe.
Trotz des schwierigen Umfelds – das operative Ergebnis sank 2025 um ein Drittel auf 1,6 Milliarden Euro – verfügt Kering über finanzielle Stabilität. Ein generierter Free Cash Flow von 4,4 Milliarden Euro sichert die nötigen Investitionen in das Repositioning der Marken und die laufende Entschuldung des Konzerns.
Die nächste wichtige Wegmarke für Investoren ist der 16. April 2026. Am angekündigten Capital Markets Day wird das Management die detaillierte Roadmap für das künftige Wachstum und die angestrebte Margenverbesserung vorlegen. Kurz darauf werden die ersten Umsatzzahlen des laufenden Quartals belegen, ob die neue Ästhetik von den Konsumenten angenommen wird und das operative Tief tatsächlich durchschritten ist.
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