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Kering Aktie: Gucci enttäuscht erneut

Kering verzeichnet den elften Quartalsrückgang in Folge, angeführt von einem Umsatzminus bei Gucci. Die Aktie verliert deutlich, während der Turnaround-Plan des CEO bevorsteht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gucci Umsatz fällt um 8 Prozent
  • Aktie verliert zeitweise 10 Prozent
  • Juwelensegment wächst überraschend stark
  • CEO stellt Turnaround-Plan vor

Der elfte Quartalsrückgang in Folge – das ist die bittere Realität, mit der Kering heute an die Börse zurückkehrt. Gucci, das Herzstück des Konzerns, verbuchte im ersten Quartal 2026 einen Umsatzrückgang von 8 Prozent, deutlich schlechter als die von Analysten erwarteten minus 6 Prozent. Die Aktie verlor zeitweise rund 10 Prozent und notierte zuletzt bei etwa 255 Euro.

Zahlen mit Lücken

Der Konzernumsatz lag bei 3,57 Milliarden Euro – knapp unter dem Analystenkonsens von 3,59 Milliarden Euro. Gucci erzielte dabei Erlöse von 1,35 Milliarden Euro, nach 1,57 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Das Segment Mode & Lederwaren insgesamt schrumpfte auf 2,85 Milliarden Euro.

Auf regionaler Ebene zeigt sich ein gespaltenes Bild: Nordamerika legte 9 Prozent zu, doch in allen anderen Regionen gingen die Umsätze zurück – Japan minus 3 Prozent, Asien-Pazifik ohne Japan minus 4 Prozent, Westeuropa minus 7 Prozent. Analysten werten den Nordamerika-Anstieg skeptisch, da er eher ein branchenweites Muster als eine Gucci-spezifische Stärke widerspiegelt.

Der Nahost-Konflikt belastete die Einzelhandelsumsätze um rund 70 Basispunkte. Ohne diesen Effekt hätte das Konzernwachstum im März bei plus 3 Prozent gelegen statt bei null.

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Lichtblicke am Rand

Kering Jewellery stach positiv heraus: Das Segment wuchs vergleichbar um 22 Prozent – mehr als doppelt so stark wie der Konsens von plus 10 Prozent erwartet hatte, getrieben durch Preiserhöhungen bei Boucheron in Asien und eine neue Ringkollektion. Kering Eyewear legte 7 Prozent zu.

Das Management bestätigte den Jahresausblick und signalisierte sogar eine leichte Verbesserung beim operativen Aufwand gegenüber der bisherigen Guidance. Jefferies schätzt das bereinigte EBIT für das Gesamtjahr 2026 auf 1,85 Milliarden Euro – spürbar unterhalb des Marktkonsenses von 1,94 Milliarden Euro.

Morgen, am 16. April, stellt CEO Luca de Meo seinen strategischen Turnaround-Plan vor. Citi und JPMorgan haben nach den heutigen Zahlen bereits darauf hingewiesen, dass eine nachhaltige Belebung bei Gucci noch erheblich mehr Zeit brauchen dürfte als bislang erhofft.

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