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Kering Aktie: Atempause oder Trendwende?

Der Luxuskonzern Kering meldet einen Gewinnrückgang von über 93 Prozent für 2025, doch eine leichte Umsatzbeschleunigung im letzten Quartal löst eine Kursrally aus.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gewinn stürzt auf nur 72 Millionen Euro ab
  • Kurssprung von über 13 Prozent nach Zahlen
  • Leichte Umsatzbeschleunigung im vierten Quartal
  • Fragile Erholung im gesamten Luxussektor

Der französische Luxuskonzern Kering hat gestern seine Zahlen für 2025 vorgelegt – und die Börse reagierte mit Erleichterung. Der Kurs schoss um über 13 Prozent nach oben auf 293,70 Euro. Doch ein genauer Blick auf die Bilanz zeigt: Die Erholung ist fragil.

Ernüchternde Zahlen, hoffnungsvolle Signale

Das Geschäftsjahr 2025 fiel für Kering desaströs aus. Der Gewinn brach von 1,13 Milliarden Euro im Vorjahr auf magere 72 Millionen Euro ein – ein Rückgang um über 93 Prozent. Pro Aktie verdiente das Unternehmen gerade einmal 0,59 Euro, verglichen mit 9,24 Euro in 2024. Diese Zahlen verdeutlichen das massive Problem, mit dem Kering seit Monaten kämpft: Die Umsatzentwicklung bei der wichtigsten Marke Gucci bleibt schwach.

Dennoch griffen Anleger zu. Der Grund: Das vierte Quartal zeigte eine leichte Beschleunigung beim Umsatzwachstum. Offenbar hatten viele Investoren mit noch schlechteren Ergebnissen gerechnet. Nach einer viermonatigen Korrektur interpretierten Trader die Zahlen als Hoffnungsschimmer.

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Luxussektor erholt sich vorsichtig

Der Kurssprung bei Kering zog auch andere Luxuswerte mit. Hermès International legte 2,3 Prozent zu, LVMH gewann 0,5 Prozent. Der CAC 40 schloss 0,32 Prozent höher bei 8.350,01 Punkten – die dritte positive Sitzung in Folge. Die Erholung im Luxussegment kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die französische Arbeitslosenquote im vierten Quartal auf 7,9 Prozent gestiegen ist – den höchsten Stand seit vier Jahren. Besonders betroffen sind junge Menschen unter 24 Jahren mit einer Quote von 21,5 Prozent.

Ob die gestrige Rally bei Kering nachhaltig ist, bleibt fraglich. Die fundamentale Lage hat sich nicht wesentlich verbessert. Zwar deutet das vierte Quartal auf eine Stabilisierung hin, doch von einer echten Erholung kann keine Rede sein. Anleger wetten darauf, dass der Tiefpunkt erreicht ist – eine riskante Wette in einem unsicheren Marktumfeld.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.

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