Kaiser steht vor einer finanziellen und operativen Zerreißprobe. Neben einer millionenschweren Einigung mit dem US-Arbeitsministerium belasten massive Streiks das Tagesgeschäft des Gesundheitsriesen. Können die nun zugesagten Reformen in der Patientenversorgung ausreichen, um die behördlichen Auflagen zu erfüllen und den Betrieb zu stabilisieren?
- 31,1 Millionen USD Vergleich mit dem US-Arbeitsministerium (DOL).
- Rückerstattung von 28,3 Millionen USD an betroffene Versicherte.
- Über 31.000 Mitarbeiter befinden sich aktuell im Streik.
Hintergründe zum Millionen-Vergleich
Das US-Arbeitsministerium schloss diese Woche eine Untersuchung zur psychischen Gesundheitsversorgung bei Kaiser ab. Der Vorwurf: Das Unternehmen habe gegen gesetzliche Vorgaben zur Gleichstellung von psychischen und physischen Behandlungen verstoßen. Konkret geht es um unzureichende Anbieternetzwerke und interne Hürden, die den Zugang zu notwendigen Therapien erschwerten.
Von der Gesamtsumme fließen über 28,3 Millionen USD als Entschädigung an Mitglieder, die zwischen Januar 2021 und September 2024 für Behandlungen außerhalb des Netzwerks selbst zahlen mussten. Zusätzlich wird eine zivilrechtliche Strafe von rund 2,8 Millionen USD fällig. Als Teil der Einigung verpflichtete sich die Organisation zu operativen Reformen, um Wartezeiten zu verkürzen und die Netzwerkdichte in Kalifornien zu erhöhen.
Rechtliche und personelle Baustellen
Die regulatorischen Probleme beschränken sich nicht nur auf die medizinische Versorgung. Am 12. Februar lief die Frist für einen separaten Vergleich in Höhe von 10,5 Millionen USD ab. Hierbei ging es um Vorwürfe unerlaubter Werbe-SMS an Verbraucher, die dem Erhalt solcher Nachrichten ausdrücklich widersprochen hatten.
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Verschärft wird die Lage durch die angespannte Personalsituation. Seit vorgestern befinden sich mehr als 31.000 Pflegekräfte und Krankenhausmitarbeiter im Ausstand. Die Gewerkschaften kritisieren vor allem die dünne Personaldecke und die damit verbundenen Mängel in der Patientenbetreuung. Besonders brisant: Die öffentliche Kritik der Streikenden an den langen Wartezeiten deckt sich inhaltlich mit den Vorwürfen aus dem aktuellen Regierungsvergleich.
Wiederholte regulatorische Kosten
Die aktuelle Einigung auf Bundesebene ist nicht der erste kostspielige Rückschlag dieser Art. Bereits im Oktober 2023 stimmte die Organisation einem 200 Millionen USD schweren Vergleich mit kalifornischen Behörden zu – ebenfalls wegen Versäumnissen im Bereich der psychischen Gesundheit. Die erneuten Strafzahlungen verdeutlichen, dass die bisherigen Anpassungsprozesse nicht ausreichten, um die behördlichen Anforderungen dauerhaft zu erfüllen.
Die Umsetzung der vereinbarten Reformen zur Verbesserung der Versorgungsqualität ist nun zwingend erforderlich, um weitere rechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Gleichzeitig bleibt die Beilegung des großflächigen Arbeitskampfes die entscheidende Variable für die operative Handlungsfähigkeit in den kommenden Wochen.
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