Jungheinrich trotzt den geopolitischen Spannungen und einem schwierigen Marktumfeld. Trotz einer Kurszielsenkung durch die Privatbank Berenberg signalisieren die Experten ein attraktives Einstiegsniveau. Der Grund für den Optimismus: Die Aktie notiert derzeit nahe einem historischen Bewertungstief der vergangenen zehn Jahre.
Analysten sehen Kaufchance
Analyst Lasse Stueben von Berenberg korrigierte das Ziel für die Vorzugsaktien am Freitag von 46 auf 42 Euro. Dennoch bleibt die Einstufung auf „Buy“. Die Experten werten die aktuelle Bewertung als übertrieben niedrig und sehen die fundamentalen Stärken des Intralogistik-Spezialisten nicht ausreichend reflektiert.
Das Marktumfeld bleibt durch den Konflikt im Iran und globale Unsicherheiten belastet. Dennoch reagierte der Kurs am Freitag positiv und legte um 3,71 % auf 29,10 € zu. Während Wettbewerber wie die Kion Group mit einer skeptischeren Haltung der Analysten bezüglich der Auftragslage konfrontiert sind, differenziert Berenberg bei Jungheinrich deutlicher. Die Kurszielanpassung resultiert hier primär aus den Anpassungen der Bewertungsmodelle an das gesamtwirtschaftliche Umfeld und nicht aus einem strategischen Richtungswechsel.
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Charttechnik und Ausblick
Trotz der jüngsten Erholung bleibt die Bilanz seit Jahresbeginn mit einem Minus von rund 18,8 % deutlich belastet. Mit einem Abstand von über 31 % zum 52-Wochen-Hoch von 42,52 € bietet das Papier laut der Analyse jedoch erhebliches Aufholpotenzial. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mit 61,4 in einem neutralen Bereich, was kurzfristig weiteren Spielraum für Kursgewinne lässt.
In den kommenden Wochen wird die Stabilität der Auftragseingänge in der Branche der Flurförderzeuge über die Nachhaltigkeit dieser Erholung entscheiden. Anleger achten nun darauf, ob das aktuelle Kursniveau tatsächlich den langfristigen Boden markiert. Das beibehaltene „Buy“-Rating unterstreicht, dass Berenberg das Chancen-Risiko-Verhältnis für langfristig orientierte Investoren auf diesem Niveau als vorteilhaft bewertet.
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