Jungheinrich schiebt die Batteriefrage nach vorn. Der Intralogistiker hat einen großangelegten Praxistest mit Natrium-Ionen-Batterien gestartet und setzt damit auf eine Speichertechnik, die günstiger und weniger rohstoffabhängig sein könnte als klassische Lithium-Ionen-Systeme.
Für den Hamburger Konzern ist das mehr als ein Technikversuch. In Lagerhallen und bei Flurförderzeugen zählt nicht nur Reichweite, sondern auch Robustheit im Alltag. Genau dort soll die neue Technologie zeigen, ob sie bei Ladezyklen und Temperaturwechseln zuverlässig mithalten kann.
Worum es bei dem Test geht
Natrium-Ionen-Batterien gelten als interessante Alternative, weil die Rohstoffe weltweit reichlich verfügbar sind. Das macht sie potenziell preiswerter und reduziert die Abhängigkeit von Lithium und Kobalt. Für Jungheinrich passt das zur Positionierung als Anbieter elektrifizierter Lagertechnik.
Der Praxistest läuft unter realen Bedingungen. Entscheidend ist, ob die Speicher im Industrieeinsatz genug Leistung bringen und zugleich die Anforderungen des Tagesgeschäfts erfüllen. Erst dann lässt sich einschätzen, ob aus der Technologie ein Baustein für das Produktportfolio wird.
Strategie trifft auf einen schwierigen Markt
Der Test kommt in eine Phase, in der sich Jungheinrich operativ stabilisiert. Im ersten Quartal belasteten Einmaleffekte das Ergebnis, zugleich hielt das Management an der Prognose für das Gesamtjahr fest. Das ist kein Selbstläufer, sondern eher der Versuch, trotz Gegenwind Kurs zu halten.
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Auch an der Börse bleibt das Bild angespannt. Die Aktie notiert bei 25,40 Euro und liegt damit deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 27,78 Euro sowie rund 40 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von 28,45 Prozent, während der RSI bei 41,2 noch keinen klaren technischen Wendepunkt signalisiert.
Warum der Schritt wichtig ist
Jungheinrich will nicht nur Gabelstapler verkaufen, sondern integrierte Systeme mit höherer Energieeffizienz. In diesem Umfeld kann eine neue Batteriegeneration zum Argument im Vertrieb werden, vor allem wenn Kunden weniger Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen suchen.
Der Ausbau neuer Speichertechnologien dürfte in den kommenden Quartalen weiterlaufen. Spannend wird vor allem, ob Jungheinrich damit die Margen im Neugerätegeschäft stützen und die eigene technologische Position im Markt schärfen kann.
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