Der südafrikanische Aktienmarkt atmet auf. Eine Kombination aus nachlassendem Inflationsdruck in den USA und diplomatischen Fortschritten im Nahen Osten sorgte zum Wochenabschluss für Kauflaune in Johannesburg. Während sinkende Energiepreise den künftigen Inflationsdruck mindern, rücken vor allem Finanz- und Industrietitel wieder in den Fokus der Anleger.
Der FTSE/JSE Top 40 Index beendete den Handel am Freitag mit einem Plus von 0,69 % bei 111.211,42 Punkten. Haupttreiber für die positive Stimmung war der US-Verbraucherpreisindex, der mit 3,3 % im Jahresvergleich niedriger ausfiel als von den Märkten befürchtet. Diese Daten linderten die globalen Zinssorgen und fachten die Risikobereitschaft in den Schwellenländern spürbar an.
Entspannung an der Energiefront
Ein zweiwöchiges Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und dem Iran führte zu einem deutlichen Rückgang der globalen Ölpreise, die sich in einer Spanne zwischen 95 und 110 US-Dollar einpendelten. Für die südafrikanische Wirtschaft wirkt dieser Preisrückgang wie ein Konjunkturprogramm, da er das Potenzial hat, den heimischen Inflationsdruck künftig zu senken.
Im Handelsverlauf favorisierten Investoren vor allem die Sektoren Finanzen (+0,89 %) und Industrie (+0,81 %). Rohstoffwerte verzeichneten mit einem Plus von 0,42 % moderatere Gewinne, da die Schwankungen an den Rohstoffmärkten anhielten.
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Die Top-Performer im Überblick:
- South32: +2,35 %
- Investec Ltd: +2,12 % (getrieben durch Stärke im Bankensektor)
- Aspen Pharmacare: +1,99 %
- Sasol: +1,98 % (Erholung nach zweistelligem Einbruch in der Vorwoche)
- Anglo American: +1,68 %
Das Index-Schwergewicht Naspers stützte den Markt mit einem Zuwachs von 1,14 %. Die Tochtergesellschaft Prosus hingegen belastete den Top 40 leicht und verlor 0,72 %, womit sie der Schwäche ihrer internationalen Technologiebeteiligungen folgte. Im Goldsektor zeigten sich AngloGold Ashanti und Gold Fields uneinheitlich, da die Nachfrage nach dem „sicheren Hafen“ Gold angesichts der geopolitischen Deeskalation etwas nachließ.
Technischer Ausblick
Charttechnisch bleibt die Struktur des JSE Top 40 konstruktiv. Der Index hält sich stabil über seinem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt (SMA), der bei etwa 109.500 Punkten verläuft und als unmittelbare Unterstützung dient. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von 56,2 ein neutrales bis bullisches Umfeld, ohne dass der Markt bereits als überkauft gilt.
Die kommende Woche bringt neue Impulse durch die US-Erzeugerpreise am Dienstag sowie die EU-Inflationsdaten am Donnerstag. Zudem startet die US-Berichtssaison mit Zahlen der Großbanken JPMorgan und Goldman Sachs. Diese Ergebnisse werden die globale Risikofreude maßgeblich bestimmen und damit auch die Richtung für die in Johannesburg gelisteten Schwergewichte vorgeben.
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