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Johnson & Johnson Aktie: Zwischen Gerichtssaal und Wachstum

Ein juristischer Rückschlag im Talkumpuder-Verfahren erhöht die Haftungsrisiken, während starke Umsatzzahlen und optimistische Analystenziele den Gesundheitskonzern stützen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Prozessuale Niederlage im Sammelverfahren zu Talkumpuder
  • Starkes Umsatzwachstum im vierten Quartal 2025
  • Optimistische Analystenziele bis zu 240 US-Dollar
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Höchststand

Ein juristischer Rückschlag bremst den jüngsten Schwung der Aktie. Am 20. Januar empfahl ein Sonderbeauftragter im laufenden Sammelverfahren zu Talkumpuder, die wissenschaftlichen Gutachten der Kläger zuzulassen. Diese sollen einen Zusammenhang zwischen den Produkten und Eierstockkrebs belegen. Die Entscheidung ebnet den Weg für Tausende anhängiger Klagen und erhöht die potenzielle Haftungslast des Gesundheitsriesen erheblich.

Ein juristischer Dämpfer

Die prozessuale Niederlage ist bedeutsam. Indem das Gericht die umstrittenen Gutachten zulässt, können die Kernvorwürfe in den kommenden Prozessen vorgebracht werden. Marktbeobachter sehen dadurch die Unsicherheit über künftige Vergleichszahlungen steigen, was die Cash-Reserven des Unternehmens belasten könnte. Bisher hat sich die Johnson & Johnson Aktie widerstandsfähig gezeigt, doch die Entscheidung führt die anhaltende rechtliche Belastung wieder deutlich vor Augen.

Starke Zahlen als Gegenpol

Den juristischen Widrigkeiten stehen solide Finanzergebnisse gegenüber. Im vierten Quartal 2025 übertraf der Konzern die Erwartungen und erzielte einen Umsatz von 24,56 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 9,1 Prozent im Jahresvergleich, angetrieben durch die Bereiche Innovative Medizin und MedTech. Der Gewinn je Aktie lag bei 2,46 US-Dollar und traf damit genau die Prognosen. Die Fähigkeit, die Profitabilität trotz Inflation und hoher Rechtskosten zu wahren, stützt den Kurs in der Nähe der 52-Wochen-Höchststände.

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Ambitionierte Ziele und Analystenmeinungen

Für das Gesamtjahr 2026 setzt das Management ein ehrgeiziges Ziel: Der operative Umsatz soll etwa 100,5 Milliarden US-Dollar erreichen. Für den bereinigten Gewinn je Aktie wird ein Wert von rund 11,53 US-Dollar prognostiziert. Analysten reagierten positiv auf die Aussichten.

  • Sanford C. Bernstein erhöhte das Kursziel auf 225 US-Dollar bei einem „Market Perform“-Rating.
  • Leerink Partners legte das Ziel deutlich auf 232 US-Dollar nach oben und verwies auf die starke MedTech-Pipeline.
  • RBC Capital hält an einer optimistischen Einschätzung mit Zielen bis zu 240 US-Dollar fest.

Institutionelle Anleger passen ihre Positionen an dieser gemischten Lage an. So reduzierte Envestnet Portfolio Solutions sein Engagement im dritten Quartel um 10,5 Prozent, wahrscheinlich um Gewinne nahe den Rekordhöhen mitzunehmen. Die Aktie notiert aktuell bei 220,14 US-Dollar und bietet mit einer Dividendenrendite von etwa 2,36 Prozent weiterhin Attraktivität für renditeorientierte Anleger. Die unmittelbare Kursrichtung wird davon abhängen, ob der Markt den Fokus stärker auf den Wachstumspfad zu 100 Milliarden Dollar Umsatz oder auf die anhaltenden Rechtsrisiken legt.

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