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Symbolbild, KI-generiert

Johnson & Johnson Aktie: Rybrevant erreicht 34,3 Monate

Johnson & Johnson meldet längeres Überleben mit Rybrevant, plant 55 Milliarden US-Dollar Investitionen und verhandelt über DePuy Synthes.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rybrevant verlängert medianes Gesamtüberleben
  • 55 Milliarden US-Dollar für US-Ausbau
  • Gespräche über Verkauf von DePuy Synthes
  • Aktie seit Jahresbeginn 32 Prozent höher

Der US-Gesundheitskonzern Johnson & Johnson untermauert seine Ambitionen im Onkologie-Markt mit neuen Studienergebnissen zum Medikament Rybrevant. Im Rahmen der PAPILLON-Phase-3-Studie erreichte die Kombinationstherapie bei Patienten mit einer spezifischen Form von Lungenkrebs das längste bisher berichtete mediane Gesamtüberleben.

Die Aktie des Konzerns reagierte positiv auf die Daten sowie auf Berichte über einen milliardenschweren Portfolio-Umbau und notiert heute bei 233,20 €, was einem Zuwachs von 1,8 % entspricht.

Klinischer Durchbruch in der Onkologie

In der klinischen Prüfung mit 308 Patienten untersuchte das Unternehmen den Einsatz von Rybrevant (Amivantamab) in Verbindung mit einer Chemotherapie bei metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC). Die Daten zeigen ein medianes Gesamtüberleben von 34,3 Monaten.

In der Vergleichsgruppe, die ausschließlich eine Chemotherapie erhielt, lag dieser Wert bei 27,9 Monaten. Historisch betrachtet liegt die Überlebensspanne in dieser Patientengruppe üblicherweise zwischen 16 und 24 Monaten.

Trotz eines hohen Anteils an Patienten, die im Verlauf der Studie die Behandlungsmethode wechselten, ergab eine bereinigte Analyse eine Reduktion des Sterberisikos um 43 %. Auch beim progressionsfreien Überleben (PFS2) schnitt die Kombinationsbehandlung mit 28,3 Monaten deutlich besser ab als der Kontrollarm mit 17,5 Monaten.

Als häufigste Nebenwirkungen traten unter anderem Neutropenie sowie Hautausschläge auf. Rybrevant adressiert etwa 12 % aller EGFR-Mutationen bei Lungenkrebs und festigt durch diese Ergebnisse seine Stellung als Standardtherapie in der Erstlinie.

Milliarden-Investitionen in den US-Standort

Parallel zu den medizinischen Fortschritten konkretisierte das Management seine langfristige Wachstumsstrategie. Laut CFO Joseph Wolk plant Johnson & Johnson Investitionen in Höhe von 55 Milliarden US-Dollar für Forschung, Entwicklung und den Ausbau der US-Fertigungskapazitäten. Als wesentlichen Treiber für diese Entscheidung nannte Wolk die aktuelle US-Steuergesetzgebung.

Ein Schwerpunkt dieser Offensive liegt im Bundesstaat North Carolina. Im Werk Wilson entstehen durch Bauprojekte rund 5.000 temporäre Stellen, gefolgt von 500 dauerhaften Arbeitsplätzen in der Produktion. Zusätzlich investiert das Unternehmen 2 Milliarden US-Dollar in einen neuen Standort für die Biopharma-Fertigung in Holly Springs.

Seit Beginn des Jahres 2024 hat der Konzern bereits über 50 Milliarden US-Dollar für Forschung sowie Akquisitionen bereitgestellt. Mit einer Historie von 63 aufeinanderfolgenden Dividendenanhebungen bleibt die Kapitaldisziplin ein Kernaspekt der Unternehmensführung.

Portfolio-Umbau rückt näher

Zusätzliche Dynamik erhält der Wert durch Spekulationen über den Verkauf der Orthopädie-Sparte. Medienberichten zufolge befindet sich Johnson & Johnson in aktiven Gesprächen mit dem Finanzinvestor Apollo über eine Veräußerung von DePuy Synthes.

Das Geschäft wird laut Bloomberg mit nahezu 20 Milliarden US-Dollar bewertet. Eine Trennung von diesem Bereich war bereits im vergangenen Oktober angekündigt worden, um den Fokus stärker auf margenstarke Medikamente und innovative Medizintechnik zu legen.

Die operative Entwicklung spiegelt sich in einer robusten Kursperformance wider. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus der Aktie auf 32 %. Mit dem heutigen Kursanstieg verringert das Papier den Abstand zum 52-Wochen-Hoch auf lediglich -3,9 %.

Analysten beobachten zudem das Potenzial weiterer Produkte: Das Medikament Spravato wird im laufenden Jahr voraussichtlich einen Umsatz von über 2 Milliarden US-Dollar erzielen. Damit setzt der Konzern seinen Umbau konsequent fort, während die Pipeline in der Onkologie für neue Impulse sorgt.

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