JinkoSolar steckt tief in den roten Zahlen. Während die Auslieferungszahlen im vierten Quartal zwar anzogen, kollabierte die Profitabilität fast vollständig. Der chinesische Solarkonzern kämpft mit einem toxischen Mix aus globalem Preisverfall und wachsendem regulatorischem Druck.
Das Geschäftsjahr 2025 endete mit einem Nettoverlust von 4,45 Milliarden Renminbi. Der Umsatz sank im gleichen Schritt um 29 Prozent auf 65,5 Milliarden Renminbi. Besonders alarmierend ist der Blick auf die Profitabilität: Die Bruttomarge schrumpfte im Gesamtjahr von 10,9 auf nur noch 2,2 Prozent.
Kollaps der Profitabilität im Schlussquartal
Im vierten Quartal verschärfte sich die Lage weiter. Die Bruttomarge sackte auf magere 0,3 Prozent ab — nach 7,3 Prozent im vorangegangenen Dreimonatszeitraum. Indes steigerte JinkoSolar das Volumen und lieferte 24,2 Gigawatt an Modulen aus, was einem sequenziellen Zuwachs von rund 21 Prozent entspricht.
Zusätzliche Belastung droht durch regulatorische Änderungen. In den USA bremsen Antidumping-Zölle Projekte aus, wie der Stopp eines 4-Gigawatt-Vorhabens in Vietnam verdeutlicht. Hinzu kommt der Wegfall chinesischer Export-Steuervorteile ab April 2026, was die Kostenstruktur der gesamten Branche belasten dürfte.
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Speichergeschäft als Wachstumstreiber
Einen Lichtblick liefert das Segment der Energiespeicher (ESS). Hier explodierten die Auslieferungen um 420 Prozent auf 5,2 Gigawattstunden. Das Management plant, dieses Volumen im laufenden Jahr zu verdoppeln. Technologisch behauptet JinkoSolar seine Position und meldete zuletzt einen Effizienzrekord von 34,76 Prozent bei Tandem-Solarzellen.
Die Investmentbank Goldman Sachs bleibt dennoch skeptisch und bestätigt das „Sell“-Rating. Die Analysten befürchten weiteren Druck auf die Margen und stagnierende Absatzmengen. Die Aktie spiegelt diese Verunsicherung wider: Seit Jahresbeginn verlor das Papier über zehn Prozent an Wert und notierte zuletzt bei 21,36 US-Dollar.
Der Fokus liegt nun auf der Umsetzung der Kapazitätsziele für 2026. Bis zum Jahresende soll die integrierte Produktion 100 Gigawatt erreichen. Das Speichersegment muss nun beweisen, ob es die massiven Ertragseinbußen des Kerngeschäfts nachhaltig kompensieren kann.
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