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JinkoSolar Aktie: Beispiellose Margen-Erosion!

Der chinesische Solarkonzern JinkoSolar meldet einen massiven Jahresverlust und einen dramatischen Einbruch der Bruttomarge, während das Speichergeschäft stark wächst.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Massiver Jahresverlust von 4,45 Milliarden Renminbi
  • Bruttomarge bricht auf nur noch 2,2 Prozent ein
  • Energiespeicher-Auslieferungen steigen um 420 Prozent
  • Goldman Sachs bestätigt Verkaufsempfehlung für Aktie

JinkoSolar steckt tief in den roten Zahlen. Während die Auslieferungszahlen im vierten Quartal zwar anzogen, kollabierte die Profitabilität fast vollständig. Der chinesische Solarkonzern kämpft mit einem toxischen Mix aus globalem Preisverfall und wachsendem regulatorischem Druck.

Das Geschäftsjahr 2025 endete mit einem Nettoverlust von 4,45 Milliarden Renminbi. Der Umsatz sank im gleichen Schritt um 29 Prozent auf 65,5 Milliarden Renminbi. Besonders alarmierend ist der Blick auf die Profitabilität: Die Bruttomarge schrumpfte im Gesamtjahr von 10,9 auf nur noch 2,2 Prozent.

Kollaps der Profitabilität im Schlussquartal

Im vierten Quartal verschärfte sich die Lage weiter. Die Bruttomarge sackte auf magere 0,3 Prozent ab — nach 7,3 Prozent im vorangegangenen Dreimonatszeitraum. Indes steigerte JinkoSolar das Volumen und lieferte 24,2 Gigawatt an Modulen aus, was einem sequenziellen Zuwachs von rund 21 Prozent entspricht.

Zusätzliche Belastung droht durch regulatorische Änderungen. In den USA bremsen Antidumping-Zölle Projekte aus, wie der Stopp eines 4-Gigawatt-Vorhabens in Vietnam verdeutlicht. Hinzu kommt der Wegfall chinesischer Export-Steuervorteile ab April 2026, was die Kostenstruktur der gesamten Branche belasten dürfte.

Speichergeschäft als Wachstumstreiber

Einen Lichtblick liefert das Segment der Energiespeicher (ESS). Hier explodierten die Auslieferungen um 420 Prozent auf 5,2 Gigawattstunden. Das Management plant, dieses Volumen im laufenden Jahr zu verdoppeln. Technologisch behauptet JinkoSolar seine Position und meldete zuletzt einen Effizienzrekord von 34,76 Prozent bei Tandem-Solarzellen.

Die Investmentbank Goldman Sachs bleibt dennoch skeptisch und bestätigt das „Sell“-Rating. Die Analysten befürchten weiteren Druck auf die Margen und stagnierende Absatzmengen. Die Aktie spiegelt diese Verunsicherung wider: Seit Jahresbeginn verlor das Papier über zehn Prozent an Wert und notierte zuletzt bei 21,36 US-Dollar.

Der Fokus liegt nun auf der Umsetzung der Kapazitätsziele für 2026. Bis zum Jahresende soll die integrierte Produktion 100 Gigawatt erreichen. Das Speichersegment muss nun beweisen, ob es die massiven Ertragseinbußen des Kerngeschäfts nachhaltig kompensieren kann.

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Diskussion zu JinkoSolar

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.