Der chinesische Stahlriese Jiangsu Shagang reagiert auf eine schwächelnde Nachfrage. Erstmals seit über einem halben Jahr senkt der Konzern die Preise für wichtige Langstahlprodukte. Diese Entscheidung fällt zusammen mit einem enttäuschenden Start in das Geschäftsjahr 2026.
Preisdruck am Baumarkt
Die Korrektur betrifft vor allem Bewehrungsstahl. Der Listenpreis für HRB400-Rebar sinkt um 100 Yuan auf 3.350 Yuan pro Tonne. Parallel dazu reduzierte das Unternehmen die Preise für Walzdraht um 80 Yuan.
Marktbeobachter werten diesen Schritt als Signal für ein schwieriges Marktumfeld. Es ist die erste Preisanpassung seit September des Vorjahres. Lokale Abnehmer reagieren derzeit äußerst sensibel auf Kosten, was die Hersteller zu Rabatten zwingt, um die Absatzvolumina stabil zu halten.
Schwache Quartalszahlen belasten
Die Bilanz für das erste Quartal unterstreicht den operativen Druck. Der Umsatz sank um gut acht Prozent auf 3,2 Milliarden Yuan. Der Nettogewinn brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25,19 Prozent ein.
Besonders deutlich zeigt sich die Belastung beim operativen Cashflow. Dieser ging um fast 48 Prozent zurück. Höhere Finanzierungskosten und schrumpfende Bruttomargen belasten die Profitabilität des privaten Stahlkochers erheblich. Indes wuchs das Gesamtvermögen des Konzerns um fast ein Fünftel.
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Strategiewechsel als Puffer
Um der Volatilität bei Standard-Baustoffen zu entkommen, setzt die Führung verstärkt auf Spezialstähle. Diese kommen vor allem in der Automobilindustrie und im Energiesektor zum Einsatz. Ein Fokus auf die grüne Transformation soll zudem die langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichern.
Das vergangene Geschäftsjahr 2025 verlief im Vergleich dazu deutlich positiver. Trotz eines Umsatzrückgangs von rund neun Prozent kletterte der Nettogewinn um über 60 Prozent auf 267 Millionen Yuan. Kostensenkungen und ein optimierter Produktmix waren hierfür die Hauptgründe.
Die geplante Ausschüttung einer Bardividende von 0,25 Yuan je zehn Aktien für das Vorjahr bleibt trotz des schwachen Quartals auf der Tagesordnung. Anleger achten nun darauf, ob die Kostenkontrolle bei Rohstoffen wie Eisenerz und Schrott greift, um die Margen in einem Umfeld sinkender Verkaufspreise zu stabilisieren.
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