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Symbolbild, KI-generiert

Jeronimo Martins Aktie: Biedronka leidet unter Deflation

Sinkende Preise in Polen setzen die Jeronimo-Martins-Tochter Biedronka unter Druck. Analysten senken ihre Gewinnerwartungen für den Konzern.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Deflationäre Tendenzen im polnischen Markt
  • Biedronka als Hauptumsatzbringer betroffen
  • Analysten senken Gewinnprognosen
  • Aktienkurs nahe 52-Wochen-Tief

Für Jeronimo Martins wird der Heimatmarkt Polen zum Risiko. Die Analysten von Bernstein erwarten ein „schwieriges“ zweites Quartal – und das hat einen handfesten Grund: In Polen sinken die Preise.

Das ist für den portugiesischen Einzelhandelskonzern brisant. Denn Tochter Biedronka, Polens größte Discounterkette, bringt mehr als 70 Prozent der Umsätze und rund 80 Prozent des operativen Gewinns. Ein deflationäres Umfeld drückt direkt aufs Geschäft.

Inflation fällt – Umsatz leidet

Die jüngsten Daten der polnischen Statistikbehörde bestätigen den Trend. Im Juni sank die jährliche Inflationsrate auf 2,5 Prozent. Besonders schmerzhaft: Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke fielen im Jahresvergleich um 0,3 Prozent. Für einen Discounter wie Biedronka, der mit hohen Volumina arbeitet, ist das eine Belastungsprobe.

Die Analysten von Bernstein haben ihre Gewinnerwartungen für den Konzern bereits gesenkt. Ein konkretes Kursziel nannten sie nicht. Die Warnung reichte jedoch, um die ohnehin angeschlagene Aktie weiter unter Druck zu setzen.

Die Papiere schlossen am Montag bei 16,47 Euro – nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 16,30 Euro, das erst am 3. Juli erreicht wurde. Seit Jahresbeginn hat der Kurs rund 19,4 Prozent verloren. Der 14-Tage-RSI liegt bei 28,7 Punkten. Technisch gilt das als überverkauft. Vom 50-Tage-Durchschnitt (18,26 Euro) ist der Kurs gut 9,8 Prozent entfernt.

Der Gegenwind aus Polen dürfte anhalten, solange die Inflationszahlen weiter fallen. Die offizielle Veröffentlichung des zweiten Quartals wird zeigen, wie stark Biedronka tatsächlich leidet.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.