Jenoptik lässt eine jahrelange Durststrecke hinter sich. Während die operativen Zahlen des vergangenen Jahres noch von einem zyklischen Abschwung geprägt sind, feiert die Aktie an der Börse ein beeindruckendes Comeback. Doch ist der Optimismus angesichts des jüngsten Chef-Wechsels und rückläufiger Gewinne bereits zu weit gelaufen?
Charttechnische Wende bestätigt
Die Dynamik der letzten Handelstage ist beachtlich. Mit dem heutigen Anstieg auf 27,86 Euro markierte das Papier ein neues 52-Wochen-Hoch und setzt damit seinen Rekordlauf fort. Seit dem Tief im April 2025 hat sich der Kurs um fast 80 Prozent gesteigert. Besonders signifikant: Die Aktie konnte nicht nur kurzfristige Widerstände bei etwa 21 und 23 Euro überwinden, sondern brach auch über das markante März-Hoch von 24,70 Euro aus. Damit wurde eine langfristige Abwärtstrendlinie, die das Papier seit dem Jahr 2021 belastete, endgültig hinter sich gelassen.
DZ Bank sieht höheres Potenzial
Rückenwind für diese Bewegung kommt von der DZ Bank. Analyst Dirk Schlamp hob den fairen Wert der Aktie deutlich von 19,00 Euro auf 27,50 Euro an. Zwar bleibt die Einstufung auf „Hold“, doch die Experten honorieren die verbesserte Finanzstruktur und eine solide operative Steuerung des Konzerns. Dass das Jahr 2025 mit einem Umsatzrückgang von sechs Prozent auf 1,05 Milliarden Euro und einem EBITDA-Minus von 13 Prozent schwächer ausfiel, scheint der Markt bereits verarbeitet zu haben. Die Anleger blicken offenbar über dieses „zyklische Übergangsjahr“ hinaus auf die künftige Erholung.
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Fokus auf den Prognose-März
Die aktuelle Rally findet in einer Phase des personellen Umbruchs statt. Mitte Februar schied Vorstandschef Stefan Traeger vorzeitig aus dem Unternehmen aus. Dieser Wechsel an der Konzernspitze scheint die Zuversicht der Investoren bisher jedoch nicht zu bremsen – die Kurssteigerung von über 25 Prozent allein in den letzten 30 Tagen unterstreicht das Vertrauen der Marktteilnehmer.
Die Bestätigung für diesen Vertrauensvorschuss muss das Unternehmen nun liefern. Am 25. März 2026 wird Jenoptik die finalen Jahreszahlen vorlegen. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird dabei die detaillierte quantitative Prognose für das Geschäftsjahr 2026 sein. Erst dann wird sich zeigen, ob die operative Realität mit der rasanten charttechnischen Entwicklung Schritt halten kann.
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