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Symbolbild, KI-generiert

JD.com Aktie: Nirvana Project schützt 900.000 Jobs

JD.com setzt auf Umschulung statt Entlassung im KI-Zeitalter. Der Aktienkurs fällt, während der Konzern massiv in Robotik und Personal investiert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gründer verspricht Jobschutz trotz KI-Einsatz
  • Umschulungsprogramm für 900.000 Beschäftigte
  • Neue Robotik-Infrastruktur in Suqian entsteht
  • Aktie fällt bei hohen Investitionskosten

JD.com wählt einen ungewöhnlichen Kurs. Firmengründer Liu Qiangdong verspricht seiner Belegschaft Schutz vor der Verdrängung durch künstliche Intelligenz. In einer internen Ansprache betonte er, dass Roboter die Effizienz steigern, aber keine Arbeitsplätze vernichten sollen.

Umschulung statt Entlassung

Das Unternehmen beschäftigt derzeit mehr als 900.000 Menschen. Mit dem sogenannten „Nirvana Project“ will JD.com diese enorme Zahl an Mitarbeitern halten. Automatisierte Lager und Lieferdrohnen sollen den Betrieb ergänzen, statt Personal zu ersetzen.

Dafür setzt der Konzern auf massive Umschulung. In über 80 Trainingszentren in ganz China lernen Angestellte neue Fähigkeiten. Sie warten künftig die Maschinen, die früher ihre manuellen Aufgaben erledigten. Das Management verspricht höhere Einkommenschancen durch diese interne Mobilität.

Der politische Rahmen in China stützt dieses Vorgehen. Ein Gerichtsurteil untersagte kürzlich Entlassungen, die allein der Kostensenkung durch KI dienen. Firmen müssen stattdessen Personal intern versetzen oder umschulen.

Expansion der KI-Infrastruktur

Parallel dazu baut JD.com die technische Basis aus. In Suqian entsteht eine Infrastruktur für „Embodied AI“. Dort fließen Daten menschlicher Verhaltensmuster in die Entwicklung globaler Robotik-Systeme ein.

An der Börse herrscht derweil Zurückhaltung. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 40 Milliarden Dollar. Der Aktienkurs sank zuletzt um 2,53 Prozent auf 25,05 Euro.

Damit notiert das Papier deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 30,80 Euro. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 23,5 liegt über dem historischen Schnitt von 14.

Hinzu kommt regulatorischer Druck aus Europa. Die EU-Kommission untersucht derzeit den Einstieg von JD.com beim deutschen Händler Ceconomy. Anleger warten nun auf Signale, wie stark die hohen Investitionen in Personal und Technik die künftigen Margen belasten.

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