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Jabil Aktie: KI‑Schub

Jabil stärkt mit der Akquisition von Hanley Energy seine KI-Infrastruktursparte und erhöht die Jahresprognose. Analysten bewerten die Strategie positiv, doch konjunkturelle Risiken bleiben.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Übernahme von Hanley Energy für 725 Mio. USD
  • KI-Umsätze sollen um 35 Prozent steigen
  • Bank of America hebt Kursziel auf 262 USD an
  • Aktie zeigt Jahresplus von rund 27 Prozent

Jabil hat mit der Übernahme von Hanley Energy einen klaren Schritt in Richtung KI‑Infrastruktur gemacht. Das Geschäft stärkt die Position im daten‑zentrumbezogenen Energiemanagement und erklärt den jüngeren Stimmungsumschwung bei Investoren. Kann das Unternehmen damit tatsächlich vom reinen Auftragsfertiger zum margenstarken Infrastrukturspieler werden?

Warum die Übernahme zählt

Die Akquisition von Hanley Energy (725 Mio. USD) ergänzt Jabil um kritische Lösungen für Energieversorgung und Leistungsmanagement — Komponenten, die beim Betrieb von rechenintensiven KI‑Systemen unverzichtbar sind. Damit deckt Jabil künftig laut Mitteilung die Wertschöpfungskette von der Netzanschlussseite bis auf Rack‑Ebene ab. Marktteilnehmer sehen darin eine Chance, die Abhängigkeit vom traditionellen Auftragsgeschäft zu verringern und die Marge zu verbessern, sofern die Integration planmäßig verläuft.

Die Technologie von Hanley adressiert explizit die steigenden Anforderungen an Stromversorgung und Kühlung für KI‑Hardware. Das macht die Übernahme strategisch sinnvoll, bleibt aber von der erfolgreichen technischen und kommerziellen Verzahnung abhängig.

Zahlen und Marktreaktion

Das Management hat die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 angehoben und nennt KI‑Wachstum als zentralen Treiber. Wichtige Angaben der Unternehmensleitung:

  • Erwarteter Gesamtumsatz: etwa 32,4 Mrd. USD
  • Erwartete KI‑Umsätze: 12,1 Mrd. USD (plus 35% gegenüber dem Vorjahr)
  • Ziel für das Core EPS: 11,55 USD

Analystenseitig hat die Bank of America das Kursziel auf 262,00 USD angehoben und bestätigt ein „Buy“-Rating. Andere große Häuser wie Goldman Sachs und Raymond James zeigen sich laut Bericht ebenfalls zuversichtlich hinsichtlich der Umsetzung der „Intelligent Infrastructure“-Strategie.

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Makro bleibt allerdings ein Gegenwind: der schwache ISM‑PMI für Dezember (47,9) signalisiert eine insgesamt verhaltene Nachfrage in der Elektronikbranche, was Jabils Ergebnislage belasten könnte, falls die KI‑Nachfrage nicht wie erwartet materialisiert.

Die Aktie notiert heute bei 189,55 €, ein Minus von 1,35% zum Vortag. Damit liegt sie knapp 5,9% unter ihrem 52‑Wochen‑Hoch, zeigt aber auf Zwölf‑Monats‑Sicht einen Zuwachs von rund 27%.

Schlussendlich ist die Übernahme ein logischer Baustein für Jabils Strategie, die Marge zu erhöhen und an den Wachstumsmomenten der KI‑Infrastruktur zu partizipieren. Entscheidend wird in den kommenden Quartalen sein, ob die Integration von Hanley die erwarteten Umsatz‑ und Margeneffekte liefert und ob die gestiegenen KI‑Umsätze die konjunkturellen Risiken in der Elektronikfertigung kompensieren.

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