Jabil hat für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 beeindruckende Ergebnisse vorgelegt — und der Markt quittierte das mit einem Kursrückgang. Ein bekanntes Paradoxon an der Börse, das in diesem Fall durchaus seine Logik hat.
Der Umsatz kletterte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 23 Prozent auf 8,3 Milliarden Dollar und übertraf die Erwartungen um satte 550 Millionen Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,69 Dollar — 20 Cent über der Prognose. Operativer Cashflow: 411 Millionen Dollar. Aktienrückkäufe allein in diesem Quartal: 300 Millionen Dollar. Die Zahlen lesen sich wie ein Lehrbuchbeispiel für solides Wachstum.
Wenn gute Nachrichten nicht reichen
Im vorbörslichen Handel büßte die Aktie dennoch rund 8,6 Prozent ein und rutschte auf knapp 240 Dollar. Hinter dieser Reaktion steckt mehr als bloße Gewinnmitnahme nach einem Jahresanstieg von rund 94 Prozent. Anleger blicken auf ein KGV von gut 40 — eine Bewertung, die wenig Spielraum für Enttäuschungen lässt.
Hinzu kommen Sorgen rund um die Lieferkette. Engpässe bei Speicherkomponenten, insbesondere im DDR4-Segment, sowie geopolitische Unsicherheiten belasten die Stimmung. Das Management betonte zwar, diese Faktoren bereits in die Jahresprognose eingerechnet zu haben — vollständig beruhigen konnte das die Investoren offenbar nicht.
KI-Boom als Wachstumsmotor
Besonders das Segment Intelligent Infrastructure liefert: 4 Milliarden Dollar Umsatz im zweiten Quartal, ein Plus von 52 Prozent gegenüber 2025. Treiber sind vor allem Cloud- und Rechenzentrumsinfrastruktur sowie Netzwerk- und Kommunikationstechnik. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen in diesem Segment nun rund 16,5 Milliarden Dollar — eine Anhebung um 1,1 Milliarden Dollar gegenüber der Dezember-Prognose.
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Der KI-bezogene Umsatz soll im laufenden Geschäftsjahr auf etwa 13,1 Milliarden Dollar steigen, was einem Wachstum von rund 46 Prozent gegenüber 2025 entspräche. Auch der Bereich Regulated Industries überraschte positiv: Automotive und erneuerbare Energien haben offenbar ihre Talsohle durchschritten.
Für das Gesamtjahr hebt das Unternehmen seine Umsatzprognose auf 34 Milliarden Dollar an — zuvor waren 32,4 Milliarden Dollar angepeilt. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll nun bei 12,25 Dollar landen, nach vormals 11,55 Dollar. Für das dritte Quartal wird ein bereinigter Gewinn je Aktie zwischen 2,83 und 3,23 Dollar in Aussicht gestellt.
Die Fundamentaldaten stimmen, der Ausblick ist stark — doch bei einer Bewertung auf diesem Niveau reicht das dem Markt offenbar nicht mehr aus.
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