TML CV Holdings plant nach der Übernahme von Iveco Group einen rechtlichen Ausschluss der verbliebenen Minderheitsaktionäre nach niederländischem Recht. Wie Iveco heute mitteilte, erreicht die Tochtergesellschaft von Tata Motors nach vorläufigen Ergebnissen der wiedereröffneten Offerte rund 96,29 Prozent des Stammkapitals, ohne eigene Aktien des Unternehmens.
Auszahlung und möglicher Börsenrückzug
Im Zuge des geplanten Ausschlussverfahrens können nach Unternehmensangaben eine Aussetzung des Handels und/oder ein Rückzug von der Börse folgen. Diese Schritte sind damit mögliche Folgen, noch keine vollzogenen Maßnahmen.
Für Aktien, die während der Wiedereröffnung eingereicht wurden, ist die Zahlung am 13. November 2026 vorgesehen. Der dafür angekündigte Betrag beträgt EUR 14,40 je Stammaktie. Dieser Zahlungstermin betrifft die im Rahmen der Wiedereröffnung angedienten Papiere.
Zur industriellen Ausrichtung äußerten sich Tata Motors und Iveco am Dienstag bei einer Presseveranstaltung in Turin. Iveco soll seinen Hauptsitz dort behalten und seine eigenständigen Marken sowie seine industrielle Präsenz bewahren.
Tata sagte außerdem Unterstützung für die bestehende Strategie und die Investitionspläne von Iveco zu. Die Unternehmen bezeichneten ihren Zusammenschluss als Schaffung eines globalen Unternehmens für kommerzielle Mobilität.
Quartalsverlust trotz höherer Erlöse
Operativ meldete Iveco am Dienstag für das dritte Quartal 2026 einen Konzernumsatz von 3,16 Milliarden €. Die Erlöse stiegen um 1,4 Prozent. Unter dem Strich stand allerdings ein Verlust von 45 Millionen €.
Das bereinigte operative Ergebnis des Industriegeschäfts lag bei null. Zugleich verzeichnete dieser Bereich einen negativen freien Cashflow von 656 Millionen €. Für das vierte Quartal 2026 erwartet Iveco nach eigenen Angaben eine Erholung der Profitabilität.
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