Die Bankensaison hat geliefert. Jetzt kommt der härtere Teil.
Während US-Geldhäuser mit rekordverdächtigen Quartalszahlen punkteten, rücken Microsoft und Apple in den Mittelpunkt — zwei Positionen, die zusammen fast acht Prozent des iShares MSCI World ETF ausmachen. Ihre Ergebnisse in dieser Woche werden zeigen, ob die jüngste Kursrally auf solidem Fundament steht.
Banken liefern, Technologie wartet
Morgan Stanley schloss die Bankensaison stark ab: 3,43 Dollar Gewinn je Aktie, Umsatz von 20,58 Milliarden Dollar — ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Aktienhandelsgeschäft sprang um 25 Prozent auf ein Rekordniveau von 5,15 Milliarden Dollar.
Goldman Sachs und JPMorgan hatten zuvor ähnliche Rekorde gesetzt. Über alle großen US-Banken hinweg brachen die Aktienhandelsdesks Bestmarken. FactSet schätzt das S&P-500-Gewinnwachstum für Q1 2026 auf 12,5 Prozent — das wäre der sechste Quartalsanstieg im zweistelligen Bereich in Folge, eine Serie wie zuletzt vor über einem Jahrzehnt.
Microsoft am 29., Apple am 30. April
Microsoft berichtet am 29. April, Apple einen Tag später nach Börsenschluss. TD Cowen bestätigte für Microsoft zwar seine Kaufempfehlung, senkte das Kursziel jedoch auf 540 Dollar. Begründung: Engpässe bei GPU-Infrastrukturkapazitäten. Das Cloud- und KI-Geschäft sieht die Bank weiterhin positiv.
Apple profitierte zuletzt von einem überraschend starken China-Quartal. iPhone-Lieferungen stiegen dort um 20 Prozent — obwohl der chinesische Smartphone-Markt insgesamt um vier Prozent schrumpfte. Die Aktie macht rund 4,5 Prozent des ETF aus, Microsoft etwa 3,44 Prozent.
Der Technologiesektor insgesamt stellt über 26 Prozent des Portfolios. Allein Nvidia, Apple und Microsoft kommen zusammen auf 13,6 Prozent. Kein anderer Sektor trifft den ETF so direkt wie die Ergebnisse dieser drei Namen.
Gegenwind aus zwei Richtungen
Nicht alles läuft für den Fonds günstig. Die US-Regierung kündigte Anfang April Strafzölle auf importierte Pharmazeutika an, die Ende Juli 2026 greifen sollen. Hersteller ohne US-Preisvereinbarungen zahlen dann 100 Prozent Zoll, EU- und Asienproduzenten 15 Prozent. Der Gesundheitssektor macht 9,45 Prozent des ETF aus — Analysten rechnen mit Margendruck und einem Inflationsschub von rund 0,5 Prozentpunkten.
Hinzu kommt struktureller Druck auf der Kostenseite. Invesco senkte die Gesamtkostenquote seines MSCI-World-ETF auf 0,05 Prozent. URTH liegt 19 Basispunkte darüber. BlackRock verweist auf eine Tracking-Differenz von nur 0,02 Prozent als Qualitätsmerkmal — ein Argument, das institutionelle Anleger offenbar überzeugt. Die Royal Bank of Canada baute ihre Position zuletzt um 17,5 Prozent auf rund zwei Millionen Anteile aus.
Technisch hat der ETF ein frisches 52-Wochen-Hoch bei 193,60 Dollar markiert. Hält dieses Niveau als Unterstützung, rückt die Marke von 200 Dollar als nächstes Ziel ins Blickfeld. Ob das gelingt, hängt maßgeblich davon ab, was Microsoft und Apple in den nächsten 48 Stunden melden.
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