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iShares MSCI Global Semiconductors ETF: 3. Juni-Rekordhoch

Broadcoms starke AI-Umsätze enttäuschen den Markt und drücken den iShares Halbleiter-ETF unter sein Rekordhoch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • ETF fällt 7% unter Rekordhoch
  • Broadcom-Aktie löst Ausverkauf aus
  • Fonds breiter gestreut als Konkurrenz
  • Nächster Impuls von TSMC erwartet

Broadcoms Quartalszahlen waren stark – doch der Markt reagierte mit einem Ausverkauf. Der iShares MSCI Global Semiconductors UCITS ETF spürte die Folgen sofort.

Am Montag schloss der Fonds bei 18,28 Euro, 7 Prozent unter seinem Rekordhoch vom 3. Juni. Der Auslöser: Broadcoms AI-Chip-Umsatz sprang im zweiten Quartal um 143 Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar – doch die Anleger hatten mehr erwartet. Für das dritte Quartal prognostiziert der Konzern nun 16 Milliarden Dollar mit AI-Chips. Eine Zahl, die offenbar nicht reichte.

Warum der ETF mitzieht

Der iShares-Fonds ist kein Nischenprodukt. Mit 259 Positionen deckt er die gesamte Halbleiterkette ab: Designer wie Nvidia, Foundries wie TSMC, Speicherhersteller wie Micron und Ausrüster. Broadcom ist mit 6,41 Prozent gewichtet, Micron führt sogar mit 8,97 Prozent. Kein Wunder, dass der ETF auf jede Bewegung der Branchenriesen reagiert.

Die aktuelle Korrektur trifft den Fonds trotzdem weniger hart als einige Konkurrenten. Während VanEcks Halbleiter-ETF oft stärker schwankt, verteilt der iShares-Fonds das Risiko breiter. Das dämpft die Ausschläge – aber es schützt nicht vor der grundsätzlichen Frage: Hält das AI-Wachstum, was die Kurse versprechen?

Bewertung unter Druck

Trotz des Rückgangs steht der ETF noch 22 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn hat er 85 Prozent zugelegt, seit dem Tief im November 2025 sogar 119 Prozent. Die Volatilität bleibt hoch: 51 Prozent annualisiert in den letzten 30 Tagen.

Der RSI von 59,8 signalisiert keine Überhitzung, aber das Momentum hat sich abgekühlt. Die entscheidende Marke liegt bei 19,66 Euro – dem bisherigen Jahreshoch. Bleibt der Kurs darunter, könnte die Korrektur länger dauern. Schafft er den Sprung zurück, wäre das ein starkes Signal für die nächste Rallye.

Konkurrenz im Blick

In Europa buhlen mehrere Halbleiter-ETFs um Anlegergelder. Amundis MSCI-Variante und VanEcks Produkt setzen auf ähnliche Indizes, doch der iShares-Fonds überzeugt mit seiner globalen Streuung. Während VanEck oft auf wenige Large Caps setzt, verteilt der iShares-ETF das Kapital gleichmäßiger.

Das macht ihn weniger anfällig für Einzelrisiken – aber auch weniger explosiv, wenn ein Titel wie Nvidia durchstartet. In der aktuellen Phase könnte das ein Vorteil sein. Die Frage ist nur: Wie lange bleibt die AI-Euphorie gedämpft?

Am 10. Juli folgt der nächste Quartalsbericht von TSMC. Er wird zeigen, ob die Branche die Erwartungen wieder einfangen kann – oder ob der Ausverkauf erst der Anfang war.

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