Am Mittwoch verlor der iShares Global Clean Energy ETF kurzzeitig fast drei Prozent. Einen Tag später notiert der Kurs wieder bei 23,10 Dollar – eine schnelle Erholung. Das ist kein Zufall. Der Fonds ist günstiger und breiter aufgestellt als spezialisierte Konkurrenten. Das verschafft ihm einen Vorteil in einem volatilen Markt.
Kostenvorteil gegenüber dem Rivalen
Ein aktueller Branchenvergleich zeigt deutliche Unterschiede. Der iShares-ETF verlangt mit 0,39 Prozent pro Jahr weniger als die Hälfte der Kosten des Invesco Solar ETF (0,70 Prozent). Auf lange Sicht macht sich das bemerkbar.
Hinzu kommt: Der iShares-Fonds verwaltet rund 3,2 Milliarden Dollar. Der Solarfonds kommt auf 2,3 Milliarden. Das spricht für höhere Liquidität – ein Plus für große und kleine Anleger.
Breite Basis senkt Risiko
Das Portfolio des iShares Clean Energy ETF umfasst rund 105 Einzeltitel. Die Gewichtung verteilt sich auf Versorger (33 Prozent), Industrie (28 Prozent) und Energie (26 Prozent).
Die drei größten Positionen sind Bloom Energy (12,1 Prozent), First Solar (9,5 Prozent) und Nextpower (8,4 Prozent). Dank dieser Streuung ist der ETF weniger anfällig für Kursschwankungen. Sein Beta von 1,33 liegt deutlich unter dem des Invesco Solar ETF mit 1,72. Kein Wunder: Reine Solarfonds hängen stärker an einzelnen Technologien.
Die einjährige Rendite steht bei 83,7 Prozent – ein starkes Ergebnis. Die Ausschüttungsrendite von 1,14 Prozent bringt einen kleinen, aber stabilen Ertrag.
Ausblick
Der iShares Global Clean Energy ETF notiert rund drei Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 23,78 Dollar. Die Stabilisierung nach dem jüngsten Rücksetzer spricht für die Widerstandsfähigkeit des Fonds. Niedrige Kosten und breite Diversifikation bleiben seine stärksten Argumente. Ob er das Rekordniveau zurückerobert, hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Branche ab – insbesondere von der steigenden Stromnachfrage durch Rechenzentren.
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