Milliarden fließen in den Ausbau von KI-Infrastruktur. Während einige Tech-Giganten für ihre massiven Ausgaben abgestraft werden, liefern Microsoft und Alphabet bereits die passenden Erlöse. Diese Dynamik schiebt den weltgrößten Aktien-ETF knapp unter sein Rekordhoch.
Tech-Giganten liefern ab
Microsoft meldete für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von knapp 83 Milliarden US-Dollar. Treiber war das KI-Geschäft, dessen hochgerechneter Jahresumsatz sich auf 37 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelte. Die wichtige Cloud-Sparte Azure wuchs währungsbereinigt um 39 Prozent.
Alphabet präsentierte parallel dazu starke Zahlen. Die Erlöse kletterten um 22 Prozent auf rund 110 Milliarden US-Dollar. Besonders das Cloud-Geschäft stach mit einem Sprung auf 20 Milliarden US-Dollar hervor. Das Management verzeichnete eine anhaltend hohe Nachfrage nach KI-integrierten Diensten.
Diese Quartalsergebnisse befeuern den iShares Core MSCI World UCITS ETF. Das Portfolio ist stark auf US-Technologiewerte konzentriert. Nvidia und Apple bilden die größten Einzelpositionen, gefolgt von Microsoft und Alphabet.
Die Kursentwicklung spiegelt diese Dominanz wider. Aktuell notiert der Fonds bei 119,90 Euro und damit nur hauchdünn unter seinem am Mittwoch erreichten 52-Wochen-Hoch. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von fast 26 Prozent auf der Anzeigetafel.
Hohe Kosten, hohe Bewertung
Der Markt reagiert zunehmend sensibel auf die Kosten der KI-Revolution. Meta Platforms erlebte kürzlich einen Ausverkauf, nachdem das Management die Investitionsprognose für 2026 massiv anhob. Microsoft plant derweil mit Quartalsausgaben von über 40 Milliarden US-Dollar für neue Infrastruktur.
Anleger setzen angesichts dieser Summen auf breite Streuung. Der iShares-Fonds verzeichnete zuletzt starke Zuflüsse und verwaltet mittlerweile ein Vermögen von über 140 Milliarden US-Dollar.
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 23 ist viel künftiges Wachstum der Tech-Schwergewichte bereits eingepreist. Der nächste Kursschub für den ETF erfordert nun handfeste Belege, dass die Konzerne ihre massiven Infrastruktur-Investitionen zügig in abgerechnete Software-Umsätze umwandeln.
