Wenige Wochen nach dem Delisting und der Übernahme durch Picea Robotics zeichnet sich eine scharfe strategische Kehrtwende ab. Der neue chinesische Eigentümer opfert überraschend seine eigene Marke, um die Ressourcen voll auf den US-Pionier zu konzentrieren. Damit soll die Wettbewerbsposition der Traditionsmarke Roomba gestärkt werden.
Das Ende von „3i“
Am Donnerstag kündigte Picea Robotics an, die eigene Saugroboter-Marke „3i“ einzustellen. Dieser Schritt erfolgt nur knapp einen Monat nach Abschluss der Übernahme am 23. Januar. Ziel der Maßnahme ist die Bündelung aller globalen Ingenieurs- und Marketingkapazitäten auf die etablierte Produktlinie Roomba.
Marktbeobachter werten dies als Versuch, internen Wettbewerb zu eliminieren und die immer noch starke Markenbekanntheit von iRobot maximal zu nutzen. Die operative Führung bleibt dabei trotz des Eigentümerwechsels in den USA: Das Hauptquartier in Bedford, Massachusetts, steuert weiterhin Produktentwicklung und Kundensupport.
Die Fakten im Überblick:
* Maßnahme: Einstellung der Picea-Marke „3i“ zugunsten von Roomba
* Zeitpunkt: Bekanntgabe am Donnerstag, 12. Februar
* Status: iRobot agiert nun als private Tochtergesellschaft
* Datenschutz: Gründung der US-Tochter „iRobot Safe“
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Turbulente Vorgeschichte
Die Konsolidierung markiert den vorläufigen Abschluss einer kritischen Restrukturierungsphase. Nachdem die geplante Übernahme durch Amazon im Jahr 2024 gescheitert war und die Umsätze einbrachen, musste iRobot im Dezember 2025 Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragen.
Mit dem vollzogenen Verkauf an Picea Robotics verabschiedete sich das Unternehmen von der Börse; die öffentlich gehandelten Aktien wurden im Zuge der Privatisierung annulliert. Um regulatorische Bedenken auszuräumen, wurde die Tochtergesellschaft „iRobot Safe“ installiert. Diese untersteht einem unabhängigen Board und soll den Schutz von Kundendaten gewährleisten.
Mit der Einstellung der Eigenmarke setzt Picea Robotics nun alles auf eine Karte. Der Erfolg der Investition hängt davon ab, ob die Marke Roomba ohne interne Konkurrenz und mit gebündelten Ressourcen zu alter Marktstärke zurückfinden kann.
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