Kurz vor dem geplanten Abschluss des Insolvenz- und Übernahmeprozesses ist iRobot ein juristisches Thema los. Ehemalige Aktionäre haben eine Sammelklage gegen Führungskräfte freiwillig zurückgezogen. Was ändert das – und warum kommt der Rückzug ausgerechnet jetzt?
Klage scheitert an der „Klagebefugnis“
Wie Bloomberg Law berichtet, ließen die Kläger das Verfahren am Donnerstag fallen, weil ihnen die nötige Klagebefugnis („standing“) fehlt. Hintergrund: Mit dem Chapter-11-Insolvenzantrag im Dezember und dem laufenden Going-Private-Prozess hat sich die Eigentümer- und Aktienstruktur so verändert, dass die Grundlage für die Klage praktisch wegfiel.
Inhaltlich ging es ursprünglich um Aussagen des Managements zur Stabilität des Unternehmens nach dem gescheiterten Amazon-Deal. Spätestens mit dem Insolvenzverfahren wurden die Ansprüche aus Sicht der Kläger allerdings gegenstandslos, weil im Verfahren Gläubiger Vorrang vor Aktionären haben und die bisherigen Anteilseigner im Zuge der Privatisierung ohnehin nicht mehr in derselben Form beteiligt sind.
Picea setzt auf Japan und eine kleinere Roomba
Parallel dazu treibt der künftige Eigentümer Picea Robotics die operative Neuausrichtung voran. Laut Nikkei Asia soll iRobot in Japan Ende Februar einen „Roomba Mini“ auf den Markt bringen. Das Modell ist deutlich kompakter als die Standardgeräte und soll in dicht besiedelten Stadtmärkten gezielt gegen chinesische Wettbewerber bestehen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei iRobot?
Dazu passt auch die angekündigte Markenbündelung: Smarthomeassistent.de zufolge stellt Picea seine eigene Staubsaugerlinie „3i“ ein, um Ressourcen auf die Wiederbelebung der Marke iRobot zu konzentrieren. Der Abschluss von Übernahme und Restrukturierung wird weiterhin bis Ende Februar erwartet.
Aktie weiter auf Distress-Niveau
An der Börse spiegelt sich die Lage weiterhin deutlich wider. Datenanbieter führen den OTC-Kurs derzeit bei rund 0,05 US-Dollar. Verglichen mit der früheren Bewertung, die zeitweise über 3 Milliarden US-Dollar lag, ist die Marktkapitalisierung damit faktisch verschwunden – auch, weil das Insolvenzverfahren die Ansprüche der Gläubiger vor die der Eigenkapitalgeber stellt.
Bis Ende Februar dürfte sich entscheiden, ob der Eigentümerwechsel zu Picea Robotics wie geplant finalisiert wird – und ob der „Roomba Mini“-Start in Japan zum ersten sichtbaren Schritt der Neuaufstellung wird.
iRobot-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue iRobot-Analyse vom 21. Februar liefert die Antwort:
Die neusten iRobot-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für iRobot-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
iRobot: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
