Für iRobot ist die Richtung klar: Nach dem Chapter-11-Antrag läuft der Konzern unter gerichtlicher Aufsicht durch eine Restrukturierung, die den Weg für eine Übernahme frei macht. Für Aktionäre hat das einen harten Kernpunkt. Denn der bestätigte Plan sieht die Streichung aller bestehenden Aktien vor.
Worauf läuft das Verfahren damit konkret hinaus? Auf einen Eigentümerwechsel zu 100% – und auf das Aus für die börsennotierte Aktie.
- Chapter-11-Insolvenzantrag: Mitte Dezember 2025 (vorab abgestimmt, „pre-packaged“)
- Restrukturierungsplan bestätigt: Ende Januar
- Plan wirksam: seit Ende Januar
- Käufer: Picea Robotics (Kreditgeber und wichtiger Zulieferer)
- Konsequenz: iRobot wird privat, die Börsennotiz endet
Restrukturierung und Übernahme stehen fest
iRobot stellte den Chapter-11-Antrag freiwillig, um eine Transaktion mit Picea Robotics umzusetzen. Das zuständige Insolvenzgericht im US-Bundesstaat Delaware bestätigte den Reorganisationsplan Ende Januar; kurz darauf trat er in Kraft.
Kern des Deals: Picea erhält 100% des Eigenkapitals der reorganisierten Gesellschaft. Damit wird iRobot zu einem nicht mehr börsennotierten Unternehmen, die Aktie soll von nationalen Börsen verschwinden.
Was das für Aktionäre bedeutet
Der entscheidende Punkt für Anleger: Mit dem Wirksamwerden des Plans werden sämtliche iRobot-Stammaktien und weitere bis dahin bestehende Eigenkapitalinstrumente gestrichen. In Unterlagen und Unternehmensäußerungen wird ausdrücklich festgehalten, dass Inhaber der Stammaktien voraussichtlich keine Erholung („no recovery“) erhalten.
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Begründet wird das im Plan über die Rangfolge: Zahlungen und Ansprüche von Gläubigern und Lieferanten haben Vorrang – für das bisherige Eigenkapital bleibt demnach kein Wert übrig.
Hintergrund: Druck von mehreren Seiten
Dem Insolvenzantrag ging laut Darstellung des Unternehmens eine Phase starken finanziellen Drucks voraus. Genannt werden vor allem der intensive Wettbewerb durch günstigere Anbieter, insbesondere aus China, sowie die Belastung durch US-Zölle, die die Fertigungskosten erhöhten.
Zusätzlich fiel eine mögliche Stütze weg: Die zuvor angekündigte Übernahme durch Amazon über 1,4 Milliarden US-Dollar scheiterte Anfang 2024 an regulatorischem Widerstand in Europa. Ohne diese Perspektive wurde die Finanzierung des laufenden Geschäfts in einem harten Wettbewerbsumfeld schwieriger. Das Chapter-11-Verfahren soll voraussichtlich bis Anfang Februar abgeschlossen werden.
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