Im texanischen Sweetwater läuft der Aufbau einer der größten KI-Infrastrukturplattformen der USA. Der vierte Transformator für das Umspannwerk ist geliefert, die Inbetriebnahme rückt näher — und mit ihr der erste echte Test, ob IREN seine ambitionierten Zeitpläne tatsächlich einhalten kann.
Was die Inbetriebnahme bedeutet
Das Umspannwerk in Sweetwater 1 ist kein gewöhnliches Bauprojekt. Mit 1.400 MW Kapazität soll es ab Mitte 2026 monatlich rund 50 MW an Rechenzentrumskapazität freischalten. Das Ziel: 140.000 GPUs und ein annualisierter KI-Cloud-Umsatz von 3,4 Milliarden Dollar bis Ende 2026.
Beide Sweetwater-Standorte sollen zusammen 2 GW erreichen. Sweetwater 2 mit 600 MW folgt mit einer eigenen Zeitlinie — die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 geplant. Direkte ERCOT-Netzanbindung und mehrere Glasfaserpfade mit unter 10 Millisekunden Latenz zu den nächsten Hyperscaler-Regionen sind dabei zentrale Argumente für Großkunden.
Den Beweis für die Zugkraft liefert ein bereits geschlossener Deal: Microsoft zahlt 1,94 Milliarden Dollar jährlich für 200 Megawatt Kapazität.
Kurs erholt, Risiken bleiben
Die Aktie hat sich von ihren März-Tiefs deutlich erholt. Aktuell notiert IREN bei rund 47,83 Dollar — ein Plus von über 30 Prozent gegenüber dem Vormonat. Allerdings liegt das 52-Wochen-Hoch bei 66,51 Dollar, der Abstand dazu beträgt noch knapp 28 Prozent.
Elf Analysten empfehlen die Aktie mehrheitlich zum Kauf. Cantor Fitzgerald hat das Kursziel zwar von 82 auf 61 Dollar gesenkt, hält aber an der Übergewichtung fest. Die Begründung: KI-Infrastruktur bleibt jahrelang knapp.
Das nächste Quartalsergebnis wird Mitte Mai erwartet. Der Konsens rechnet mit einem Verlust von 0,21 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von rund 220 Millionen Dollar. Das zuletzt gemeldete Quartal verfehlte beide Erwartungen deutlich.
Dilution als Gegengewicht
Nicht alle Signale zeigen nach oben. Das laufende At-the-Market-Programm über 6 Milliarden Dollar belastet die Stimmung. Investoren sehen darin ein erhebliches Verwässerungsrisiko — und verweisen auf die Underperformance gegenüber Wettbewerbern wie Nebius.
Die Bilanz spiegelt das aggressive Wachstumstempo wider. Die Gesamtverbindlichkeiten stiegen innerhalb eines Jahres von rund 55 Millionen auf 1,12 Milliarden Dollar. IREN hat dafür eine separate GPU-Finanzierungsfazilität aufgelegt.
Der April-Meilenstein bei Sweetwater 1 war nach eigenen Angaben bereits fällig. Ob die Inbetriebnahme jetzt reibungslos gelingt, entscheidet maßgeblich darüber, wie glaubwürdig IREns gesamter Wachstumsfahrplan wirkt — und ob der Markt die Bewertung von derzeit rund 16 Milliarden Dollar weiter trägt.
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