Der Freitagshandel war für IREN-Aktionäre schmerzhaft. Die Aktie verlor rund 6 Prozent – ein Rückgang, der sich nicht isoliert betrachten lässt. Er ist das Ergebnis einer Gemengelage aus enttäuschenden Quartalszahlen, einem ambitionierten und kapitalintensiven Strategiewechsel sowie einem allgemein trüben Marktumfeld.
Verfehlte Erwartungen belasten weiterhin
Die Nachwirkungen des Q2-Berichts vom 5. Februar sind noch spürbar. IREN erzielte einen Umsatz von 184,7 Millionen Dollar – weit unter den Analystenerwartungen von 229,6 Millionen Dollar. Beim Ergebnis je Aktie fiel die Abweichung noch deutlicher aus: Statt eines erwarteten Verlusts von rund 0,07 Dollar meldete das Unternehmen ein Minus von 0,44 Dollar. Ausschlaggebend war unter anderem eine Abschreibung von 31,8 Millionen Dollar auf bestehende Bitcoin-Mining-Hardware – eine direkte Folge des laufenden Pivots in Richtung KI-Infrastruktur.
Milliardenschwere Transformation
Der Strategiewechsel vom Krypto-Mining zum KI-Rechenzentrum ist ehrgeizig – und teuer. Anfang März weitete IREN sein Aktienverkaufsprogramm auf bis zu 6 Milliarden Dollar aus, um die nötige Infrastruktur zu finanzieren. Geplant ist unter anderem der Aufbau einer GPU-Flotte von 150.000 Einheiten, darunter über 50.000 Nvidia-B300-Chips. Insgesamt hat das Unternehmen in den vergangenen acht Monaten rund 9,3 Milliarden Dollar an Finanzierungszusagen gesichert – inklusive eines mehrjährigen Microsoft-Vertrags im geschätzten Volumen von 9,7 Milliarden Dollar. Bis Ende 2026 soll der jährliche KI-Cloud-Umsatz die Marke von 3,7 Milliarden Dollar überschreiten, sofern der Infrastrukturaufbau planmäßig verläuft.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei IREN?
Zum allgemeinen Druck gesellte sich am Freitag ein schwaches Marktumfeld: Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und ein Brent-Ölpreis von 112,57 Dollar je Barrel drückten auf die Risikobereitschaft der Anleger. Der Nasdaq Composite verlor 2,15 Prozent.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der jüngsten Schwäche hält die Analystengemeinde an ihrer positiven Einschätzung fest. Von 18 Brokerhäusern votieren 13 mit „Kaufen“, vier mit „Halten“ und eines mit „Verkaufen“ – das Konsensurteil lautet „Moderater Kauf“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 71,69 Dollar, was gemessen am aktuellen Niveau erhebliches Aufwärtspotenzial impliziert – vorausgesetzt, die Transformation gelingt.
Der nächste wichtige Datenpunkt ist der Quartalsbericht, der für den 13. Mai 2026 erwartet wird. Er dürfte zeigen, ob der Infrastrukturaufbau die gesetzten Meilensteine erreicht und ob sich die Umsatzlücke aus dem Vorquartal schließt.
IREN-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue IREN-Analyse vom 28. März liefert die Antwort:
Die neusten IREN-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für IREN-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
IREN: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
