IREN steht an einem Wendepunkt: Weg vom klassischen Bitcoin-Mining, hin zu KI-Rechenzentren. Genau in diese Phase fällt heute ein Ereignis, das oft neue Investoren anzieht: die Aufnahme in einen großen Aktienindex. Doch was heißt das konkret für die nächsten Wochen?
MSCI-Aufnahme: Technischer Schub mit Signalwirkung
IREN hatte bereits am 12. Februar angekündigt, in den MSCI USA Index aufgenommen zu werden – wirksam nach Börsenschluss heute (27. Februar 2026). Der Index bildet Large und Mid Caps in den USA ab und deckt einen Großteil der frei handelbaren Marktkapitalisierung ab.
Für die Aktie kann das wichtig sein, weil Fonds, die diesen Index nachbilden oder sich an ihm orientieren, IREN in der Regel in ihre Portfolios aufnehmen müssen. Das kann rund um den Stichtag für zusätzliche Nachfrage sorgen. Co-Gründer und Co-CEO Daniel Roberts spricht von einem Zeichen für die erreichte „Größe und Liquidität“ und erwartet, dass dadurch der Zugang institutioneller Investoren breiter wird – passend zur neuen Ausrichtung als AI-Cloud-Anbieter.
Vorab-Euphorie trifft auf harte Quartalszahlen
Der Markt hat die Index-Aufnahme schon vorweggenommen. Auch in den bereitgestellten Kursdaten spiegelt sich das: auf 7 Tage liegt die Aktie rund 9% im Plus, obwohl sie heute leicht nachgibt. Gleichzeitig zeigt der 30-Tage-Wert von knapp -30%, wie wacklig die Stimmung zuletzt war.
Fundamental kommt das nicht aus dem Nichts. Die jüngsten Quartalszahlen waren gemischt: Im Q2 des Geschäftsjahres 2026 (veröffentlicht am 5. Februar) meldete IREN 184,69 Mio. US-Dollar Umsatz, 23,1% weniger als im Vorjahr und deutlich unter den Erwartungen. Der Hauptgrund: Das Bitcoin-Mining schwächelte spürbar. Die Mining-Erlöse fielen auf 167,4 Mio. US-Dollar (nach 233 Mio. US-Dollar).
Gleichzeitig wächst das neue Standbein schnell. Das AI-Cloud-Geschäft sprang auf 17,3 Mio. US-Dollar Umsatz (zuvor 7,3 Mio. US-Dollar) und legte quartalsweise um 137% zu. Auffällig stark: eine Bruttomarge von 86% in diesem Segment. Genau diese Divergenz erklärt, warum Anleger zwar auf KI-Fantasie setzen, die Aktie aber trotzdem empfindlich auf Enttäuschungen im Mining reagiert.
KI-Strategie: Finanzierung, Personal – und der Microsoft-Test
IREN untermauert den KI-Schwenk mit mehreren Bausteinen. Laut Unternehmen wurden 3,6 Mrd. US-Dollar GPU-Finanzierung im Zusammenhang mit dem Microsoft-Vertrag gesichert, dazu eine Kundenvorauszahlung von 1,9 Mrd. US-Dollar. Das Management sagt, damit seien rund 95% der GPU-bezogenen Investitionen für den Ausbau abgedeckt.
Auch operativ wird aufgerüstet: Am 17. Februar wurde John Gross zum neu geschaffenen Chief Innovation Officer ernannt. Er soll Engineering-Standards, Thermik-Architektur und Inbetriebnahmen für die nächste Rechenzentrums-Generation verantworten – ein Hinweis darauf, wie wichtig Hochdichte- und Flüssigkühlungs-Know-how für KI-Rechenlasten geworden ist.
Der zentrale Prüfstein bleibt aber der Großauftrag: In Q1 FY26 sicherte sich IREN einen AI-Cloud-Vertrag mit Microsoft im Volumen von 9,7 Mrd. US-Dollar (200 MW IT-Last am Standort Childress). In Aussicht gestellt werden 1,94 Mrd. US-Dollar jährliche wiederkehrende Erlöse bei rund 85% Projekt-EBITDA-Marge. Parallel peilt IREN 140.000 GPUs bis Ende 2026 an und baut dafür Kapazitäten samt neuem Campus in Oklahoma aus.
Zum nächsten großen Belastungstest wird der nächste Zahlenblock: Die Q3-FY26-Ergebnisse werden um den 13. Mai 2026 erwartet – dann werden Updates zu AI-Cloud-ARR, GPU-Rollout und der Entwicklung im Bitcoin-Mining im Mittelpunkt stehen.
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