Amazons Cloud wächst so schnell wie seit 2022 nicht mehr. Microsoft Azure legt 40 Prozent zu. Google Cloud springt um 63 Prozent. Für IREN, das sich gerade vom Bitcoin-Miner zum KI-Infrastrukturanbieter wandelt, sind das keine Randzahlen — sie treiben den Kurs.
Am Abend des 29. April legte die IREN-Aktie zwischen 1,4 und 2,2 Prozent zu. Das war eine direkte Reaktion auf die Quartalsergebnisse der großen Technologiekonzerne. Deren Investitionsbudgets für Cloud-Infrastruktur sollen 2026 zusammen zwischen 630 und 700 Milliarden Dollar erreichen — rund 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Für Anbieter wie IREN, die GPU-Rechenleistung vermieten, ist das ein struktureller Rückenwind.
Reguläre Sitzung: Druck durch Bernstein und Verwässerungssorgen
Während der regulären Handelssitzung lief es anders. Die Aktie fiel um 3,6 Prozent auf 42,86 Dollar. Das Handelsvolumen lag mit 24,6 Millionen Aktien rund 35 Prozent unter dem Tagesdurchschnitt.
Belastet hat unter anderem eine Anpassung durch Bernstein. Die Analysten senkten ihr Kursziel von 125 auf 100 Dollar — ein Minus von 20 Prozent. Den „Top Pick“-Status behielt IREN dennoch. Bernstein begründete die Kürzung mit dem laufenden Strategiewechsel: Bis 2030 soll der Konzern keine Einnahmen mehr aus dem Bitcoin-Mining erzielen und sich vollständig auf KI-Dienste konzentrieren.
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Hinzu kommt ein milliardenschweres Eigenkapitalprogramm. Seit März nutzt IREN ein sogenanntes At-the-Market-Programm mit einem Volumen von 6 Milliarden Dollar. Es liefert Kapital für den Infrastrukturausbau — schürt aber Bedenken wegen möglicher Verwässerung bestehender Aktionäre.
Wachstumsziele und der Blick auf den 7. Mai
Das Ziel: KI-Cloud-Umsätze von 2,6 Milliarden Dollar bis 2027 und bis zu 6 Milliarden Dollar bis 2030. IREN konkurriert dabei mit Anbietern wie CoreWeave und Nebius um Marktanteile im GPUaaS-Segment.
Am 7. Mai, nach Börsenschluss, legt IREN seine Quartalszahlen vor. Analysten erwarten einen Verlust von rund 0,22 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von knapp 220 Millionen Dollar. Das wäre eine spürbare Verbesserung gegenüber dem Vorquartal, als der Verlust je Aktie bei 0,44 Dollar lag und der Umsatz die Erwartungen verfehlte. Das durchschnittliche Kursziel im Konsens liegt bei 70,08 Dollar — mit einer Einstufung als moderater Kauf. Ob die Zahlen den Strategieschwenk glaubwürdig untermauern, entscheidet sich in einer Woche.
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