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Symbolbild, KI-generiert

IREN Aktie: Horizon 1 von Microsoft abgenommen

IREN übergibt Rechenzentrum Horizon 1 an Microsoft und erhält Nvidia-Exemplar-Status. Jahreszahlen folgen am 27. August.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Microsoft akzeptiert Horizon-1-Rechenzentrum
  • Nvidia-Exemplar-Cloud-Status verliehen
  • Jahresbilanz für 27. August angekündigt
  • Goldman Sachs meldet 9,4-Prozent-Anteil

IREN hat einen zentralen Meilenstein erreicht: Der KI-Infrastrukturanbieter teilte am Donnerstag mit, das Rechenzentrumsprojekt Horizon 1 sei an Microsoft übergeben und von diesem abgenommen worden.

Zeitgleich erhielt das Unternehmen den Status eines Nvidia Exemplar Cloud auf Basis der GB300 NVL72-Plattform. Beide Entwicklungen untermauern die Position von IREN als Partner für Großkunden im Bereich Hochleistungsrechenzentren für künstliche Intelligenz.

Die Abnahme durch Microsoft ist mehr als eine technische Formalität. Sie bestätigt, dass die physische Infrastruktur den Anforderungen eines der größten Cloud-Abnehmer weltweit entspricht und markiert den Übergang von Bau- zu Betriebsphase. Der parallel verliehene Nvidia-Status wiederum signalisiert, dass IREN die Referenzarchitektur für die neueste Generation von KI-Beschleunigern einsetzt und betreibt.

Zahlen und Termin für die Jahresbilanz

IREN kündigte zudem an, die Ergebnisse für das am 30. Juni 2026 beendete Geschäftsjahr am 27. August vorzulegen, begleitet von einer Telefonkonferenz um 17 Uhr Eastern Time.

Anleger dürften dabei genau prüfen, wie sich die im Juli angehobene Zielmarke für die annualisierte Cloud-Umsatzrate entwickelt: IREN hatte das Jahresendziel von 3,7 auf mehr als 4 Milliarden Dollar erhöht und gleichzeitig mitgeteilt, dass rund 85 Prozent davon bereits über mehrjährige Cloud-Verträge abgesichert seien.

Wachsende institutionelle Präsenz

Die operative Dynamik spiegelt sich in den Eigentümerstrukturen wider. Goldman Sachs meldete über seine Broker-Dealer-Einheit eine Beteiligung von rund 33,64 Millionen IREN-Aktien, was einer Position von 9,4 Prozent entspricht – die Meldung wurde am 12. August bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht, bezieht sich aber auf den Stand vom 17. Juli.

Bereits Anfang August hatte Bank of America eine Beteiligung von rund 21 Millionen Aktien beziehungsweise 5,8 Prozent zum Stichtag 30. Juni offengelegt. Zwei der größten US-Finanzinstitute halten damit gemeinsam einen zweistelligen Anteil an IREN.

Ergänzt wird das Bild durch die am 4. August abgeschlossene Übernahme von Mirantis durch IREN sowie die im Juli erfolgte Berufung von Eric Hammersley zum Chief Information Security Officer – ein Schritt, der angesichts der wachsenden Bedeutung sensibler Kundeninfrastruktur für Sicherheitsfragen an Gewicht gewinnt.

Kursreaktion und Einordnung

Der Aktienkurs reagierte auf die Nachrichtenlage mit spürbarer Stärke: Am Donnerstag legte das Papier um 2,3 Prozent zu und schloss bei 38,80 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht IREN mit einem Plus von 137 Prozent da – ein Beleg dafür, wie stark der Markt das Wachstum im KI-Infrastrukturgeschäft honoriert hat, auch wenn die Aktie vom November-Hoch inzwischen deutlich entfernt notiert.

Für Anleger verdichten sich damit mehrere Stränge zu einer kohärenten Geschichte: technische Meilensteine bei Großkunden, eine angehobene Umsatzguidance mit hoher Vertragsabsicherung und wachsendes institutionelles Interesse namhafter Banken. Die Jahreszahlen Ende August dürften zeigen, ob sich dieses Momentum auch bilanziell niederschlägt.

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