Nach einem Kurssturz von rund 20 Prozent innerhalb von fünf Handelstagen hat die IREN-Aktie am Freitag eine deutliche Gegenbewegung vollzogen. Hinter dem Ausverkauf stecken konkrete Sorgen: Finanzierungsrisiken bei Großprojekten, neue US-Zölle auf KI-Chips — und ein Analyst, der die Transformation des Unternehmens kritisch bewertet.
Was den Absturz ausgelöst hat
Freedom Capital initiierte die Abdeckung der Aktie mit einem Hold-Rating und einem Kursziel von 36 Dollar. Die Kernkritik: Der Umbau von Bitcoin-Mining-Infrastruktur hin zu KI-Cloud-Kapazitäten könnte länger dauern als erwartet und birgt erhebliche Umsetzungsrisiken. Tatsächlich hat die Umrüstung von spezialisierten ASIC-Maschinen auf GPU-Hardware bereits im zweiten Fiskalquartal (bis 31. Dezember) zu höheren Verlusten als erwartet geführt.
Zusätzlich belastete die Ankündigung, bis zu 6 Milliarden Dollar über ein At-the-Market-Angebot einzusammeln, das Vertrauen der Anleger erheblich. Co-CEO Daniel Roberts verteidigte das Vorhaben als optionale Fazilität, die das Unternehmen flexibel und gleichgewichtig nutzen wolle.
Bernstein bleibt optimistisch
Bernstein hält an seiner Outperform-Einschätzung fest. Die Analysten loben IRENs strukturierten Aufbau einer direkten KI-Cloud — mit einer Mischung aus Langzeitverträgen und On-Demand-Kapazitäten sowie diversifizierten Finanzierungsquellen. Besonders heben sie das Microsoft-Engagement hervor: Sollte IREN die vereinbarten Lieferzeiten einhalten, biete das 4,5-Gigawatt-Portfolio — von dem 90 Prozent noch unvertraglich sind — erhebliches Skalierungspotenzial.
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Der Blick auf den Analystenkonsens zeigt die gespaltene Lage: Von 13 Analysten empfehlen 11 den Kauf der Aktie, zwei raten zum Halten, einer zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 79,31 Dollar — mehr als doppelt so hoch wie der aktuelle Kurs von rund 30 Euro.
Nächste Meilensteine
Strukturell bleibt die Agenda ambitioniert. Das Sweetwater-1-Rechenzentrum mit 1.400 Megawatt peilt die Unterwerkseinspeisung für April 2026 an, Sweetwater 2 mit 600 Megawatt folgt Ende 2027. Zusammen sollen beide Standorte auf zwei Gigawatt ausgebaut werden. Zudem hat IREN Kaufverträge für über 50.000 Nvidia-B300-GPUs abgeschlossen, womit die Gesamtflotte auf 150.000 GPUs anwächst — genug, um bis Ende 2026 einen annualisierten KI-Cloud-Umsatz von mehr als 3,7 Milliarden Dollar zu stützen.
Der nächste konkrete Prüfstein ist der Quartalsbericht am 13. Mai 2026. Analysten erwarten einen Verlust von 0,23 Dollar je Aktie. Die Frage, ob IRENs GPU-Expansion bereits in greifbare Finanzzahlen mündet, wird dann schwer zu ignorieren sein.
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