398 Millionen Dollar Umsatz in einem einzigen Quartal — das war einmal. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres brach der Umsatz bei IREN deutlich ein. Am 7. Mai legt das Unternehmen seine Q3-Zahlen vor. Die Erwartungen sind hoch, die Unsicherheit auch.
Starkes Wachstum, dann ein Einbruch
Das Geschäftsjahr 2025 lief für IREN beeindruckend: Der Gesamtumsatz kletterte auf 501 Millionen Dollar — ein Plus von 168 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im darauffolgenden Quartal drehte das Bild. Von Oktober bis Dezember 2025 sank der Umsatz auf 184,7 Millionen Dollar, nach 240,3 Millionen im Vorquartal. Der Nettoverlust lag bei 155,4 Millionen Dollar, vor allem wegen nicht zahlungswirksamer Sonderposten.
Das bereinigte EBITDA fiel auf 75,3 Millionen Dollar. Im Vorquartal waren es noch 91,7 Millionen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum war es allerdings ein Anstieg.
GPU-Ausbau als Kernwette
IREN hat Kaufverträge für über 50.000 NVIDIA-B300-GPUs abgeschlossen. Damit wächst die Gesamtflotte auf 150.000 Einheiten. Die Auslieferung soll in Phasen bis Ende 2026 erfolgen — verteilt auf Rechenzentren in British Columbia und Texas. Das Ziel: ein annualisierter KI-Cloud-Umsatz von über 3,7 Milliarden Dollar bis Jahresende.
Finanziert wird das Vorhaben über ein breites Kapitalprogramm. Goldman Sachs und JPMorgan stellten GPU-Finanzierungen bereit. Insgesamt hat IREN in den vergangenen acht Monaten 9,3 Milliarden Dollar an Kapital gesichert — über Kundenzahlungen, Wandelanleihen und GPU-Leasing. Für die neuen B300-Bestellungen plant das Unternehmen weitere 3,5 Milliarden Dollar an Investitionen in der zweiten Jahreshälfte 2026.
Analysten uneins über Kursziel
Das Bild unter Analysten ist konstruktiv, aber uneinheitlich. Zehn Analysten vergeben im Schnitt ein Kursziel von 62,50 Dollar — das entspräche einem Aufschlag von rund 23 Prozent. Die Spanne reicht von 29 bis 82 Dollar.
Eine breitere Gruppe von zwölf Analysten setzt das mittlere Kursziel auf 73,30 Dollar. Das obere Ende liegt bei 125 Dollar, das untere bei 36 Dollar. Diese Bandbreite spiegelt eine echte Debatte wider: Kann IREN die angekündigte Expansion tatsächlich umsetzen?
Für das laufende Geschäftsjahr erwarten Analysten einen Umsatz von rund 1,03 Milliarden Dollar. Für das Folgejahr stehen 3,08 Milliarden Dollar im Raum.
Was der 7. Mai zeigen muss
Das Handelsvolumen am 26. April lag mit knapp 42 Millionen Aktien spürbar über dem Tagesdurchschnitt. Investoren positionieren sich. Entscheidend wird sein, ob IREN beim Q3-Bericht konkrete Fortschritte beim GPU-Rollout nachweisen kann — und ob der Kundenstamm über den Ankervertrag mit Microsoft hinaus gewachsen ist. Erst dann lässt sich beurteilen, ob die milliardenschweren Kapitalzusagen in echte Umsätze münden.
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