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Symbolbild, KI-generiert

IREN Aktie: BlackRock erhöht um 199 Prozent

IREN finalisiert die 625-Millionen-Dollar-Übernahme von Mirantis und startet die Abrechnung mit Microsoft. Analysten zeigen sich zuversichtlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Mirantis-Deal für 625 Millionen Dollar abgeschlossen
  • Microsoft nimmt erstes Rechenzentrum in Texas ab
  • Institutionelle Anleger stocken ihre Anteile auf
  • Geschäftszahlen werden am 27. August veröffentlicht

IREN hat die Übernahme von Mirantis abgeschlossen, einem Anbieter für Cloud-Infrastruktur und Kubernetes-basierte Orchestrierung. Die Transaktion hat laut Unternehmensangaben ein Volumen von 625 Millionen US-Dollar und markiert einen weiteren Schritt im Ausbau der Softwareplattform für das KI-Cloud-Geschäft. Die Aktie notiert aktuell bei 35,27 Euro und büßt am heutigen Montag 1,6 Prozent ein.

Milliardenschwerer Rahmen: Microsoft-Vertrag läuft an

Die Übernahme fällt in eine Phase, in der IREN seine Beziehung zu Microsoft operativ macht. Vergangene Woche hat Microsoft das erste „Horizon 1“-Gebäude auf dem Campus in Childress, Texas, offiziell abgenommen. Damit beginnt die Abrechnung im Rahmen eines Fünfjahresvertrags über 9,7 Milliarden US-Dollar für KI-Cloud-Dienste.

Parallel verlieh Nvidia dem Standort nach Tests der installierten GB300-NVL72-Ausrüstung den Status „Exemplar Cloud“. Die Mirantis-Integration soll die Orchestrierungsschicht liefern, mit der IREN solche Großkunden-Workloads über verschiedene Standorte hinweg steuert.

Das Unternehmen hatte bereits Anfang August seine Zielmarke für den annualisierten Umsatzlauf im KI-Cloud-Geschäft angehoben, auf über 4 Milliarden US-Dollar. Grundlage waren neue Mehrjahresverträge über 2,8 Milliarden US-Dollar mit KI-Entwicklern wie Figure AI und Perplexity.

Die Mirantis-Übernahme fügt sich in dieses Wachstumsbild: Wer Kapazität in diesem Tempo verkauft, braucht eine Software-Basis, die mehrere Kundenumgebungen gleichzeitig verwalten kann.

Institutionelle Anleger bauen Positionen aus

Die jüngsten Pflichtmitteilungen zeichnen ein Bild wachsenden institutionellen Interesses. Goldman Sachs meldete Mitte August eine passive Beteiligung von 9,4 Prozent mit rund 33,6 Millionen Aktien, Bank of America folgte mit einer 5,8-prozentigen Beteiligung von etwa 21 Millionen Aktien.

BlackRock erhöhte seinen Bestand zum 30. Juni auf gut 13,3 Millionen Aktien, ein Plus von knapp 199 Prozent gegenüber der vorherigen Meldung. Solche Zuflüsse fallen zeitlich mit der Serie an Vertragsabschlüssen und der Microsoft-Abnahme zusammen und deuten darauf hin, dass große Adressen die operative Story trotz hoher Bewertungsschwankungen mittragen.

Mehrere Analysten bekräftigten in den vergangenen Tagen ihre positive Einschätzung. Bernstein-Analyst Gautam Chhugani bezeichnete IREN am 20. August als „Rebellen“ der Branche, wegen des kapitalintensiven Modells, das die gesamte Lieferkette vom Grundstück bis zur GPU kontrolliert, und bekräftigte ein Kursziel von 100 US-Dollar bei „Buy“.

H.C.-Wainwright-Analyst Mike Colonnese verwies am selben Tag auf eine stärkere Preissetzungsmacht des Unternehmens, als bislang in Modellen berücksichtigt. Needham-Analyst John Todaro blieb dagegen bei „Hold“.

Blick nach vorn: Zahlen am 27. August

Der Kurs hat sich seit dem Tief Ende August vergangenen Jahres deutlich erholt, notiert derzeit aber rund 5,6 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 37,34 Euro – ein Zeichen dafür, dass der jüngste Sektor-Ausverkauf bei „Neocloud“-Werten auch IREN erfasst hat.

Die eigentliche Bewährungsprobe steht jedoch erst bevor: Am 27. August legt das Unternehmen die Ergebnisse für das am 30. Juni beendete Geschäftsjahr 2026 vor, mit anschließender Telefonkonferenz. Anleger dürften dabei genau prüfen, wie schnell sich die milliardenschweren Vertragsabschlüsse und die Mirantis-Integration in tatsächlichen Umsätzen niederschlagen.

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