Drei Milliarden Dollar in einer einzigen Transaktion— und trotzdem fiel die Aktie. IREN, ehemals als Bitcoin-Miner bekannt, hat vergangene Woche eine Wandelanleihe über 3,0 Milliarden US-Dollar platziert und damit den wohl deutlichsten Strategieschwenk seiner Unternehmensgeschichte besiegelt: raus aus dem Krypto-Mining, rein in die KI-Infrastruktur.
Kapitalspritze mit Verwässerungsrisiko
Die bis 2033 laufenden, unbesicherten Wandelanleihen wurden gegenüber der ursprünglichen Planung deutlich aufgestockt— die institutionelle Nachfrage war offenbar groß. Die Erlöse fließen in den Ausbau von KI-Cloud-Diensten und Rechenzentren weltweit. Zur Begrenzung der Verwässerung setzt IREN sogenannte Capped-Call-Transaktionen ein. Eine Rückzahlung in bar ist frühestens ab Juni 2030 möglich, sofern der Aktienkurs dauerhaft 130 Prozent über dem Wandlungspreis liegt.
Der Markt reagierte skeptisch. Am Freitag schloss die Aktie mit einem Tagesverlust von rund 8,5 Prozent bei 45,63 Euro— der Markt wog Verwässerungspotenzial gegen Wachstumsfantasie ab. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von 25 Prozent, und wer die Aktie vor zwölf Monaten gekauft hat, sitzt auf einem Gewinn von mehr als 550 Prozent.
Bitcoin bricht ein, KI explodiert
Die Quartalszahlen für das dritte Geschäftsquartal 2026 zeigen, wie weit die Transformation bereits fortgeschritten ist. Der Gesamtumsatz lag bei 144,8 Millionen Dollar. Bitcoin-Mining-Erlöse sanken um 21 Prozent auf 111,2 Millionen Dollar— während die KI-Cloud-Sparte um 839 Prozent auf 33,6 Millionen Dollar zulegte.
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Den Abschied vom alten Geschäftsmodell beziffert IREN mit einer nicht zahlungswirksamen Wertminderung von 140,4 Millionen Dollar, die durch die Abschreibung veralteter Mining-Hardware entstand. Der Nettoverlust im Quartal belief sich auf 247,8 Millionen Dollar— ein Hinweis darauf, wie kapitalintensiv dieser Umbau ist.
Verträge sichern Umsatzbasis
Was IREN von vielen KI-Hoffnungswerten unterscheidet: ein bereits gebuchter Auftragsbestand. Rund 3,1 Milliarden Dollar an jährlich wiederkehrenden Erlösen sind vertraglich gesichert, darunter ein Fünfjahresvertrag mit Microsoft über 9,7 Milliarden Dollar für dedizierte GPU-Dienste sowie ein weiterer Fünfjahresvertrag mit Nvidia über 3,4 Milliarden Dollar für verwaltete KI-Cloud-Dienste. Hinzu kommt die Übernahme von Mirantis Anfang Mai 2026, die mehr als 650 Ingenieure für Cloud-Infrastruktur ins Unternehmen brachte.
Bis Ende 2026 will IREN 480 Megawatt Kapazität betreiben und 150.000 GPUs im Einsatz haben. Die jährlich wiederkehrenden Erlöse sollen dann auf 3,7 Milliarden Dollar steigen. Der Ausbau auf 1.210 Megawatt bis 2027 läuft bereits— an den Standorten Childress und Sweetwater entstehen gerade die nächsten Ausbauphasen. Ob das Tempo hält, wird sich an den Fortschrittsberichten dieser Standorte in den kommenden Wochen ablesen lassen.
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