Drei Milliarden Dollar in einer Woche — und das war nicht einmal der Plan. IREN startete die Wandelanleihe bei zwei Milliarden, hob sie auf 2,6 Milliarden an und schloss schließlich mit dem vollen Greenshoe bei drei Milliarden. Das Ergebnis: ein massiv aufgestocktes Kapitalpolster für den Aufbau von KI-Infrastruktur.
Anleihe mit Schutzstruktur für Aktionäre
Die Wandelanleihe läuft bis 2033, trägt einen Kupon von 1,00 Prozent und wurde mit einem Aufschlag von 32,5 Prozent auf den Aktienkurs ausgegeben. Der initiale Wandlungspreis liegt bei rund 73 Dollar je Aktie — was bei vollständiger Wandlung bis zu 54,4 Millionen neue Aktien bedeuten würde.
Um die Verwässerung zu begrenzen, investierte IREN rund 201 Millionen Dollar der Nettoemissionserlöse in sogenannte Capped-Call-Transaktionen. Die Obergrenze dieser Absicherung liegt bei 110,30 Dollar je Aktie — dem Doppelten des Referenzkurses von 55,15 Dollar zum Zeitpunkt der Preisfeststellung.
Starke Partnerschaften, ambitionierte Ziele
Die Kapitalmaßnahme steht nicht allein. IREN hat in kurzer Zeit eine bemerkenswerte Partnerschaftsstruktur aufgebaut: ein KI-Cloud-Vertrag mit Microsoft über 9,7 Milliarden Dollar, eine Nvidia-Partnerschaft mit dem Ziel von bis zu 5 Gigawatt Infrastrukturkapazität sowie die Übernahme von Mirantis für 625 Millionen Dollar in eigenen Aktien.
Nvidia erhält im Rahmen der Partnerschaft das Recht, über fünf Jahre bis zu 30 Millionen IREN-Aktien zu je 70 Dollar zu erwerben — ein potenzielles Investment von 2,1 Milliarden Dollar. Für 2026 peilt IREN eine installierte Kapazität von 480 Megawatt mit 150.000 GPUs an und strebt einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von 3,7 Milliarden Dollar an. Bereits gesichert sind 3,1 Milliarden Dollar davon unter Vertrag.
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Analysten von Bernstein erwarten, dass IREN das Bitcoin-Mining bis 2030 vollständig aufgibt und die Hardware schrittweise für KI- und HPC-Anwendungen umwidmet. Bernstein selbst hat ein Kursziel von 100 Dollar ausgegeben. JPMorgan bleibt mit einem Underweight-Rating skeptisch, hob das Ziel aber immerhin von 39 auf 46 Dollar an. Unter 18 Wall-Street-Analysten überwiegen mit elf Kaufempfehlungen klar die Optimisten; der Median-Zielkurs liegt bei 77 Dollar.
Aktie unter Druck trotz Jahresgewinnen
Die Marktreaktion auf die Anleiheankündigung war zunächst negativ: Am Montag brach die Aktie vorbörslich um rund neun Prozent ein — klassische Verwässerungsangst. Am Donnerstag, dem Tag des Closings, drehte die Stimmung: Das Papier legte 5,85 Prozent zu. Auf Wochensicht bleibt ein Minus von rund zwölf Prozent, auf Sicht von zwölf Monaten steht die Aktie mit über 550 Prozent im Plus.
Zum Freitagsschluss notierte IREN bei 45,63 Euro — mit einem Tagesverlust von 8,47 Prozent, aber noch deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 36,41 Euro. Der RSI liegt bei 56, ein aktives Verkaufssignal vom MACD-Indikator mahnt zur Vorsicht. Technische Unterstützung wird bei umgerechnet rund 45,91 Dollar gesehen; ein Bruch darunter würde weitere Abgaben signalisieren.
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