Die Woche war ein einziger Ritt auf der Rasierklinge. IREN schloss am Freitag bei 48,90 Euro – ein Minus von 2,16 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 7,39 Prozent. Der Grund: Eine Mischung aus strategischen Deals, milliardenschwerer Finanzierung und wachsender Skepsis an der Börse.
Marketing geht in Eigenregie
Am 18. Mai gab IREN die Übernahme von Awaken bekannt. Die Kreativ- und Mediaagentur hatte bereits zuvor die externe Marketingstrategie des Unternehmens betreut. Jetzt wechselt sie komplett ins Haus. Gründer Chris Parker soll künftig die globale Markenstrategie verantworten – mit Fokus auf Nordamerika, Europa und den asiatisch-pazifischen Raum.
Finanzielle Details? Fehlanzeige. IREN machte keine Angaben zum Kaufpreis.
Milliardenschwere Anleihe – mit Nebenwirkungen
Parallel dazu schloss IREN die Platzierung von Wandelanleihen über drei Milliarden Dollar ab. Die Papiere haben einen Kupon von einem Prozent und laufen bis 2033. Die Mehrzuteilungsoption von 400 Millionen Dollar wurde voll ausgeübt. Netto fließen IREN rund 2,96 Milliarden Dollar zu.
Der Cap liegt bei 110,30 Dollar je Aktie – ein Aufschlag von 100 Prozent auf den Schlusskurs vom 11. Mai. Die Capped-Call-Transaktionen sollen die Verwässerung für bestehende Aktionäre abfedern. Dennoch: Am Freitag nach der Ankündigung fiel die Aktie um sechs Prozent. Die Sorge vor einer Verdünnung war einfach zu groß.
NVIDIA-Deal: Klarheit nach Spekulationen
In den sozialen Medien hatte es zuvor heftige Diskussionen gegeben. IREN stellte daraufhin klar, dass der 3,4-Milliarden-Dollar-Vertrag mit NVIDIA 60 Megawatt Leistung für KI-Workloads umfasst. Zum Einsatz kommen luftgekühlte Blackwell-Systeme am Standort Childress in Texas.
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Entscheidend für die weitere Entwicklung: IREN verfügt noch über 390 Megawatt unvermietete Kapazität. Genau das sehen Beobachter als großen Trumpf im boomenden KI-Infrastruktur-Markt.
Bis Ende 2026 will IREN eine GPU-Flotte von 150.000 Einheiten aufbauen. Die erwartete annualisierte Umsatzrate liegt dann bei über 3,7 Milliarden Dollar.
Analysten: Kaufen oder verkaufen?
Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 75 Dollar, die Spanne reicht von 41 bis 105 Dollar. Neun Analysten empfehlen den Kauf, zwei raten zum Verkauf. Das Gesamtvotum: Kaufen.
Doch die Volatilität bleibt hoch. Mit einer annualisierten Schwankungsbreite von 126,58 Prozent in den vergangenen 30 Tagen gehört IREN zu den unberechenbarsten Werten im Markt. Die Aktie notiert aktuell 26,5 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 66,51 Euro.
IREN steckt mitten in der Transformation vom Bitcoin-Miner zum KI-Cloud-Anbieter. Die Strategie ist ambitioniert, die Finanzierung solide. Ob der Markt die Verwässerungssorgen bald abhakt, entscheidet sich in den kommenden Quartalen – spätestens mit der GPU-Hochlaufphase in der zweiten Jahreshälfte.
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