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IQE Aktie: Übernahme-Rallye

Der Halbleiterzulieferer IQE erlebt einen starken Kurssprung durch Verkaufsgerüchte. Der Vorstand prüft Angebote, während sich das operative Geschäft stabilisiert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Starker Kurssprung von 28 Prozent auf 20,50 Pence
  • Vorstand prüft Angebote für Gesamtfirma oder Einzelteile
  • Deutsche Bank und andere Investoren melden Transaktionen
  • Starkes Auftragsbuch und finanzielle Flexibilität erreicht

Die IQE-Aktie verzeichnete am Donnerstag einen Kurssprung von 28 % auf 20,50 Pence. Ausgelöst wurde die Rallye durch neue Spekulationen über einen Verkauf des Unternehmens. Da sich der Halbleiterspezialist in einer offiziellen Übernahmephase befindet, rücken die Positionsveränderungen großer Investoren nun in den Mittelpunkt des Interesses. Doch wird das Unternehmen am Ende als Ganzes verkauft oder in Einzelteilen zerschlagen?

Institutionelle Bewegung und Meldepflichten

Die deutliche Kursbewegung wurde von hohen Handelsvolumina begleitet. Im Rahmen des britischen Übernahmekodex legten mehrere Finanzinstitute ihre Transaktionen offen. Die Deutsche Bank meldete Käufe von rund 237.000 und Verkäufe von 285.000 Aktien im Kundenauftrag. River Global reduzierte seinen Anteil durch den Verkauf von 1,9 Millionen Papieren auf knapp unter 2 %.

Besonders aktiv zeigte sich der Broker Peel Hunt mit einem Handelsvolumen von jeweils über 10 Millionen gekauften und verkauften Aktien. Diese Offenlegungen stehen im Zusammenhang mit einer laufenden strategischen Überprüfung. Der Vorstand bestätigte bereits, dass unverbindliche Angebote sowohl für die gesamte Gruppe als auch für einzelne Vermögenswerte geprüft werden.

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Operative Erholung und finanzielle Spielräume

Abseits der Übernahmeszenarien stabilisiert sich das operative Geschäft. CEO Jutta Meier verwies auf ein starkes Auftragsbuch für das erste Quartal 2026. Vor allem in den Bereichen Mobilfunk, Rechenzentren und KI-Photonik zeigt sich eine deutlich verbesserte Nachfrage. Die Erholung folgt auf eine Phase makroökonomischer Unsicherheit, die zuvor den gesamten Hardware-Sektor belastet hatte.

Flankiert wird dieser Prozess durch eine Einigung mit der Bank HSBC. Diese gewährt IQE einen Verzicht auf die Prüfung bestimmter Kreditklauseln (EBITDA-Covenant) für das vierte Quartal 2025. Dies verschafft dem Unternehmen kurzfristig die notwendige finanzielle Flexibilität, während die strategischen Verhandlungen fortgesetzt werden.

Ausblick auf formelle Angebote

Marktteilnehmer achten nun auf formelle Übernahmeankündigungen oder weitere Positionsveränderungen in den Listen des britischen Takeover Panels. Bis eine konkrete Entscheidung über die vorliegenden Angebote fällt, bleibt die Aktie hochsensibel für neue regulatorische Meldungen. Die nächsten richtungsweisenden Unternehmensdaten folgen am 20. Mai 2026 mit dem offiziellen Ergebnisbericht.

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