IonQ steht unter Druck. Die Aktie des Quantencomputing-Unternehmens hat in den vergangenen Wochen deutlich nachgegeben, nachdem der Leerverkäufer Wolfpack Research schwere Vorwürfe erhoben hatte. Nun richten sich alle Blicken auf die anstehenden Quartalszahlen – und die Frage, ob das Management die Zweifel ausräumen kann.
Die wichtigsten Fakten:
– Aktueller Kurs: ~33,34 US-Dollar
– Marktkapitalisierung: ~12,1 Milliarden US-Dollar
– Insider-Verkäufe (24 Monate): ~414 Millionen US-Dollar
– Analystenziel: 75,91 US-Dollar (+100% Potenzial)
– Nächster Termin: Q4-2025-Zahlen am 25. Februar 2026
Der Auslöser: Wolfpack-Report und Ermittlungen
Anfang Februar 2026 veröffentlichte Wolfpack Research einen kritischen Bericht, der IonQ vorwarf, wichtige Aufträge im Verteidigungsbereich verloren zu haben. Diese sollen zwischen 2022 und 2024 einen erheblichen Teil der Umsätze ausgemacht haben. Kurz darauf kündigte die Kanzlei Ademi LLP am 5. Februar eine Untersuchung wegen möglichen Wertpapierbetrugs an. Im Fokus: die Korrektheit der Umsatzangaben zu Regierungsverträgen.
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Insider-Verkäufe belasten das Sentiment
Besonders kritisch bewerten Investoren das Verkaufsverhalten der Unternehmensinsider. In den vergangenen 24 Monaten trennten sich Führungskräfte von Aktien im Wert von rund 414 Millionen US-Dollar – über 11 Millionen Papiere. Dem stehen kaum Käufe gegenüber. Während manche Beobachter dies als normale Portfoliodiversifikation einstufen, nährt das Volumen der Transaktionen die Vorsicht am Markt.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der Vorwürfe und Abflüsse halten Analysten an ihrer positiven Einschätzung fest. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 75,91 US-Dollar – mehr als eine Verdopplung vom aktuellen Niveau. Als Treiber nennen Experten die technologische Roadmap und strategische Partnerschaften mit großen Cloud-Anbietern. Die aktuelle Bewertung könnte demnach attraktiv sein, sofern IonQ seine Meilensteine erreicht.
Am 25. Februar folgen die Zahlen zum vierten Quartal 2025. Investoren erwarten klare Aussagen zu den Wolfpack-Vorwürfen, zu Vertragsverlängerungen und zum Auftragswachstum. Ein starkes Ergebnis könnte die Zweifel zerstreuen – schwache Guidance dagegen den Verkaufsdruck verstärken.
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