Washington verteilt Milliarden an die Quanten-Branche. Der Marktführer geht dabei komplett leer aus. Trotzdem schießt der Kurs nach oben. Bei IonQ klaffen politische Förderung und Marktreaktion weit auseinander.
Das US-Handelsministerium schüttet gut zwei Milliarden US-Dollar an Subventionen aus. Das Geld stammt aus dem sogenannten CHIPS Act. IBM sichert sich allein eine Milliarde US-Dollar. Auch kleinere Konkurrenten wie D-Wave und Rigetti erhalten staatliche Zuschüsse. IonQ fehlt auf der Liste.
Die Börse ignoriert diesen Rückschlag. Am 21. Mai sprang die Aktie um mehr als zwölf Prozent an. Der gesamte Sektor profitierte von der Ankündigung der US-Regierung. Investoren werten das massive Förderprogramm offenbar als Bestätigung für die gesamte Technologie.
Gestern erreichte das Papier in der Spitze 65,80 US-Dollar. Das Handelsvolumen lag mit knapp 53 Millionen Aktien deutlich über dem Durchschnitt.
Fokus auf Rüstung statt Subventionen
Analysten werten die leere Kasse bei den Fördermitteln sogar positiv. Die Investmentbank B. Riley spricht von einer Auszeichnung. Der Konzern verfügt über Barreserven von 3,3 Milliarden US-Dollar. Ein frischer DARPA-Auftrag zeigt die wahre Strategie. IonQ fokussiert sich auf lukrative Verträge mit Geheimdiensten und dem Militär.
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Parallel dazu baut das Management die eigene Infrastruktur aus. Für 1,8 Milliarden US-Dollar kauft IonQ den Halbleiterfertiger SkyWater Technology. Aktionäre haben dem Deal am 8. Mai zugestimmt. Der Abschluss folgt voraussichtlich im dritten Quartal. Damit sichert sich das Unternehmen eine eigene Chip-Produktion in den USA.
Analysten sehen massives Kurspotenzial
Die Expertenlandschaft bleibt extrem optimistisch. Aktuelle Kursziele zeigen deutlich nach oben:
- Durchschnittliches Ziel (13 Analysten): 67,64 US-Dollar
- Wedbush: 75,00 US-Dollar (Outperform)
- Jefferies: 85,00 US-Dollar (Buy)
Die kommenden Tage bringen weitere Impulse. Das Management präsentiert sich diese Woche auf dem Reagan National Economic Forum. Dort rückt die Rüstungsstrategie weiter in den Fokus. Gelingt die Integration der SkyWater-Fabriken reibungslos, braucht IonQ keine staatlichen Subventionen. Die prall gefüllte Kasse und die Unabhängigkeit von staatlichen Auflagen bieten einen klaren Wettbewerbsvorteil.
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