Intuitive Machines hat eine ereignisreiche Woche an den Kapitalmärkten hinter sich. Das Raumfahrtunternehmen sicherte sich einen weiteren bedeutenden Auftrag der NASA und meldete den Abschluss eines kommerziellen Großprojekts. Trotz dieser positiven operativen Nachrichten gab die Aktie am heutigen Mittwoch deutlich nach und notiert mit einem Minus von 8,9 Prozent bei 15,17 Euro.
Erdforschung im Auftrag der NASA
Die gestrige Auswahl durch das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA betrifft die EAGLE-VSWIR-Mission zur Erdbeobachtung. Intuitive Machines wird hierfür seine IM-300-Satellitenplattform bereitstellen und ist zudem für die Missionsleitung sowie das Bodensegment verantwortlich. Die Mission soll mit einem hyperspektralen Instrument biologische und geologische Merkmale der Erdoberfläche untersuchen.
Der Start des Vorhabens ist für das Jahr 2028 geplant. Nach der EDGE-Mission markiert dies das zweite Mal, dass das Unternehmen eine wissenschaftliche NASA-Mission im niedrigen Erdorbit unterstützt. Damit diversifiziert der Konzern seine Aktivitäten über die reine Erforschung des Mondes hinaus.
Rekordauftrag über 600 Millionen Dollar
Bereits am Montag hatte das Unternehmen den Abschluss eines Vertrags über 600 Millionen Dollar mit einem nicht genannten Kunden bekannt gegeben. Diese Vereinbarung umfasst den Aufbau einer Kommunikationsinfrastruktur mit mehreren Satelliten und hat eine Laufzeit von etwa 30 Monaten. Das Management nutzt für dieses Vorhaben die größere IM-1300-Plattform des Hauses.
Durch diesen Neuzugang stieg der gesamte Auftragsbestand des Unternehmens auf einen Rekordwert von rund 1,8 Milliarden Dollar an. CEO Steve Altemus bestätigte zudem Pläne für eine Mondkommunikations-Konstellation, die ebenfalls 2028 starten soll. Das Unternehmen plant hierbei, Dienstleistungen auf einer Minutenbasis abzurechnen.
Finanzielle Entwicklung und Analystenausblick
Die jüngsten Quartalsergebnisse fielen hingegen zweigeteilt aus. Im zweiten Quartal 2026 vervierfachte Intuitive Machines seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr auf 206,17 Millionen Dollar. Dennoch verfehlte dieser Wert die Erwartungen der Analysten, die im Konsens von etwa 220,76 Millionen Dollar ausgegangen waren. Der Nettoverlust pro Aktie lag mit 0,29 Dollar ebenfalls über dem prognostizierten Fehlbetrag von 0,09 Dollar.
Besonders stark entwickelte sich das Segment der nationalen Sicherheit, das mittlerweile 30 Prozent des Gesamtumsatzes beisteuert. Die Experten von Stifel reagierten positiv auf die Entwicklung des Auftragsbestands und stuften die Aktie am Montag auf „Buy“ hoch. Sie senkten jedoch das Kursziel von 32 auf 26 Dollar und verwiesen auf das hohe Aufwärtspotenzial.
Cantor Fitzgerald bestätigte die Einstufung „Overweight“ mit einem Kursziel von 32 Dollar. Seit Jahresbeginn konnte das Papier trotz des heutigen Rücksetzers um 12 Prozent zulegen.
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