Nach einem schwierigen Start ins Jahr sucht die Intuit-Aktie nach einem Boden. Der Softwarekonzern kämpft sich von mehrwöchigen Tiefs zurück, während die Fundamentaldaten weiterhin robust erscheinen. Die entscheidende Frage ist, ob die jüngste Erholung nachhaltig ist oder ob weiterer Abwärtsdruck droht.
Die technische Lage
Die Aktie befindet sich derzeit in einem entscheidenden Unterstützungsbereich und versucht, sich nach deutlichen Verlusten in den ersten Januarwochen zu stabilisieren. Technische Indikatoren wie der Relative Strength Index deuten auf überverkaufte Bedingungen hin, was die jüngste Erholung begünstigt haben könnte. Die Marktteilnehmer beobachten nun, ob das Niveau um 535 US-Dollar als solider Boden halten kann oder ob ein Rückfall auf die psychologisch wichtige 500-Dollar-Marke droht.
Solide Fundamentaldaten trotz Kursrückgang
Trotz des Kursdrucks bleiben die Wachstumsziele des Managements für das laufende Geschäftsjahr 2026 ambitioniert. Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatzwachstum von 12 bis 13 Prozent auf 21 Milliarden US-Dollar. Der operative Gewinn soll sogar um 17 bis 19 Prozent steigen. Das erste Quartal lieferte mit einem Umsatzplus von 18 Prozent bereits einen starken Start. Die Integration Künstlicher Intelligenz in die Kernplattformen wird als zentraler Treiber für diese „außergewöhnliche“ Performance genannt.
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Die Profitabilität bleibt mit einer Nettomarge von über 21 Prozent und einer Eigenkapitalrendite von rund 23,5 Prozent beeindruckend hoch. Dies gilt auch vor dem Hintergrund hoher Investitionen in KI-gestützte Assistenten für die Finanzplanungs- und Schuldenmanagementprodukte.
Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial
Die professionelle Bewertung fällt trotz eines Kursrückgangs von über 16 Prozent in den letzten 30 Tagen weiterhin überwiegend positiv aus. Von 34 analysierenden Banken empfehlen 83 Prozent den Kauf der Aktie. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei etwa 793 US-Dollar und deutet auf ein erhebliches Aufwärtspotenzial vom aktuellen Niveau hin. Discounted-Cash-Flow-Modelle schätzen den inneren Wert sogar auf rund 764 Dollar, was einem Abschlag von über 28 Prozent zum aktuellen Kurs entspricht.
Die nächsten Quartalszahlen, für das zweite Quartal wird ein Gewinn pro Aktie zwischen 3,63 und 3,68 US-Dollar erwartet, werden ein wichtiger Test für die Glaubwürdigkeit der Wachstumsstory sein. Zuvor muss die Aktie jedoch die technische Hürde bei 575 Dollar überwinden, um den Aufwärtstrend zu bestätigen.
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