Die Zahlen zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 können sich sehen lassen. Das Softwareunternehmen steigerte den Umsatz um 17,4 Prozent auf 4,65 Milliarden Dollar – Analysten hatten nur 4,53 Milliarden erwartet. Beim bereinigten Gewinn je Aktie lag Intuit mit 4,15 Dollar deutlich über der Konsensschätzung von 3,68 Dollar. Der Nettogewinn kletterte von 471 Millionen auf 693 Millionen Dollar. Soweit die guten Nachrichten.
Doch die Aktie verlor im vorbörslichen Handel am Freitag rund vier Prozent. Der Grund: Die Prognose für das laufende dritte Quartal enttäuscht. Intuit erwartet einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 12,45 und 12,51 Dollar – die Analystenschätzung liegt bei 12,97 Dollar. Beim Umsatz rechnet das Unternehmen mit einem Wachstum von etwa zehn Prozent, was rund 4,36 Milliarden Dollar entspricht. Erwartet wurden 4,53 Milliarden Dollar.
KI-Offensive zeigt erste Erfolge
CEO Sasan Goodarzi betont die strategische Neuausrichtung. Intuit positioniere sich an der Schnittstelle von künstlicher Intelligenz und menschlicher Expertise. Das Unternehmen will mit autonomen Lösungen das traditionelle Steuerberatungsgeschäft aufmischen und mittelständischen Unternehmen eine KI-native ERP-Plattform bieten. Diese Woche verkündete Intuit eine Partnerschaft mit Anthropic, um mittelständischen Firmen anpassbare KI-Agenten zur Verfügung zu stellen.
Die Plattform-Umsätze, die Global Business Solutions Online, TurboTax Online und Credit Karma umfassen, erreichten im Geschäftsjahr 2025 insgesamt 14,9 Milliarden Dollar – ein Anstieg von 19 Prozent gegenüber 12,52 Milliarden Dollar im Vorjahr. Besonders stark entwickelte sich Credit Karma mit einem Umsatzsprung von 34 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2025.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der verhaltenen Reaktion an der Börse sehen mehrere Analysten das Unternehmen weiterhin positiv. Wolfe Research bestätigt die Einschätzung, dass die Zahlen die Wachstumsstärke untermauern. KI werde sowohl die Preissetzungsmöglichkeiten im gesamten Produktportfolio verbessern als auch Cross-Selling-Potenziale eröffnen. Das Kursziel wurde allerdings von 685 auf 550 Dollar gesenkt – bei beibehaltener Outperform-Empfehlung.
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Jefferies-Analyst Brent Thill hält die Jahresprognose für konservativ, da die starke Performance in der ersten Geschäftsjahreshälfte mehr Spielraum lasse. Der KI-Burggraben von Intuit werde vom Markt unterschätzt und biete eine Chance.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt Intuit die Prognose: Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 22,98 und 23,18 Dollar liegen, was einem Wachstum von 14 bis 15 Prozent entspricht. Der Umsatz wird zwischen 20,997 und 21,186 Milliarden Dollar erwartet – ein Plus von zwölf bis 13 Prozent. Die Quartalsdividende erhöhte das Unternehmen um 15 Prozent auf 1,20 Dollar je Aktie.
Die Aktie notiert aktuell bei 390 Dollar und hat damit seit Jahresbeginn rund 40 Prozent an Wert verloren. Der Großteil des Rückgangs ist auf Befürchtungen zurückzuführen, dass KI-Disruption die Softwarebranche durcheinanderbringt. Mit einem KGV von 26,92 und einem PEG-Verhältnis von 0,64 erscheint die Bewertung im Vergleich zu den Wachstumsaussichten moderat.
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